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Züchter aus Kurzen Trechow spitze : Landwirtschaft mit Kultur verbinden

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Drei Mitglieder ehrte der Kreisrinderzucht- und -besamungsverein Güstrow auf seiner Jahrestagung. Züchter des Jahres ist die Krey-Springborn GbR aus Kurzen Trechow. Der Ehrenpokal steht jetzt bei der Agrofarm in Lüssow.

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erstellt am 11.Apr.2012 | 12:17 Uhr

Güstrow | Drei Mitglieder ehrte der Kreisrinderzucht- und -besamungsverein Güstrow auf seiner jüngsten Jahrestagung. Züchter des Jahres ist die Krey-Springborn GbR aus Kurzen Trechow. Der Ehrenpokal steht jetzt bei der Agrofarm in Lüssow. Als Nachwuchsförderer des Jahres wurde das Gut Dummerstorf GmbH geehrt. Dabei, so erklärt Karl-Heinz Stiewe (jun.), gehe es dem Verein zunehmend mehr darum die Züchtung in den Vordergrund zu rücken. Bisher sei man mehr auf Leistung bedacht gewesen, fügt der Vereinsvorsitzende hinzu.

Das 20-jährige Bestehen der Agrofarm Lüssow sei schlicht eine Erfolgsgeschichte, heißt es in der Begründung. Neben den hervorragenden Produktionsergebnissen (845 Kühe/durchschnittliche Milchleistung 10 112 Kilogramm im Jahr) präsentiere das Unternehmen den Berufsstand in der Öffentlichkeit hervorragend, habe eine beispielhafe Lehrausbildung, erfolgreiche Jungzüchter und nehme an vielen Wettbewerben teil. Mehrere Kühe mit einer Lebensleistung über 100 000 Liter Milch und Zuchtviehexporte würden weiterhin für das landwirtschaftliche Unternehmen in Lüssow sprechen, hebt Karl-Heinz Stiewe hervor.

Die Familie Springborn unterstütze alle züchterischen Aktivitäten im Vereinsgebiet, das Gut Dummerstorf vermittle insbesondere jungen Menschen bei Führungen einen Eindruck von der modernen Milchviehhaltung, mühe sich somit nicht nur um den eigenen Nachwuchs, auch andere Betriebe könnten davon profitieren.

Unter dem Dach des Rinderzuchtverbandes ist der Güstrower Verein an der Basis zu Hause. "Wir haben keine hoheitlichen Aufgaben, sondern sind ein Verein wie jeder andere und als solcher für unsere Mitglieder da", berichtet Karl-Hienz Stiewe. Mit 48 Mitgliedern halte sich der Verein an keine politischen Grenzen. Vertreten sind u.a. auch Landwirte aus Dummerstorf, Kirch Mulsow und Satow. Neben Bauern seien auch Vieh- und Futtermittelhändler im Verein vertreten.

Für das vergangene Jahr resümierte der Vereinsvorsitzende u.a. eine erfolgreiche Teilnahme an der Mela. Beim Wettbewerb der Kreisvereine habe man zwei 1. Plätze erringen können; einmal für die beste Kollektion (vier Tiere aus mindestens drei Betrieben, die möglichst eine Einheit bilden) und für die höchste Lebensleistung. Vier junge schicke Tiere, das wäre zu einfach, versucht Ulrich Krause, Kassenwart im Verein aus Hohen Demzin, zu erklären. Weitere Höhepunkte im Vereinsleben seien eine Demonstrationschau bei der Jahrfeier in Lalendorf und die Exkursion im Herbst gewesen.

"Die Bauern sollten nicht nur Kuhschwänze kennen"

Eine Exkursion plane man auch für dieses Jahr. "Die Bauern sollten nicht nur Kuhschwänze kennen", betont Ulrich Krause. Deshalb seien die gemeinsamen Ausflüge immer eine Kombination von Betriebsbesichtigungen und Kultur. Auch in den Nachbarländern habe man sich umgesehen. Beziehungen knüpfen und den eigenen Standort bestimmen, seien wichtige Aspekte bei solchen Aktivitäten. Hinzu kämen im Jahr zwei, drei Fachvortäge. Und für das persönliche Miteinander steht in diesem Jahr ein Grillabend in Dummerstorf auf dem Programm.

Bei einem Milchpreis von 32 Cent je Kilo sei dies nicht die vorrangige Sorge. "Aber man weiß nicht in welche Richtung es demnächst wieder geht", gibt Stiewe zu bedenken. Sorge bereite den Rinderzüchtern - ganz gleich ob Halter von Milchvieh, Fleischrindern oder Mutterkuhherden - aber der Kampf um die landwirtschaftlichen Flächen. Es sei schwer für die landwirtschaftlichen Unternehmen da mitzuhalten. "Biogasanlagen arbeiten wirtschaftlicher", nennt Krause nur einen Konkurrenten auf dem Grundstücksmarkt.

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