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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 19:36 Uhr

Landwirte öffnen morgen ihre Höfe

vom

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erstellt am 28.Mai.2010 | 05:49 Uhr

Hoppenrade | Ein großes Fest für alle soll es werden, wenn morgen die Agrargenossenschaft Jürgenshagen zum Tag des offenen Hofes nach Hoppenrade einlädt und dabei auch die Gemeinde mit ihrem Dorffest mit von der Partie ist. Auf dem Wirtschaftshof direkt an der B 103 fahren die Kühe demnächst Karussell. Ein Künstler hat die Szene vorab schon einmal auf eine Stallwand aufgebracht; für jeden sichtbar.

Das Landwirtschaftsunternehmen ist eines von 19 im Land, die am Sonntag auf ihre Höfe einladen. Alle zwei Jahre geschieht das. "Verbraucher und Produzenten entfernen sich in der heutigen Zeit immer mehr voneinander", erklärt Peter Brandt. Da sei die Aktion wunderbar geeignet, beide für einen Tag zusammenzuführen. Die Landwirte zeigen neue Technik vor, erläutern Abläufe und beantworten Fragen. "In Hoppenrade kann man sich einen neuen Melkstand ansehen, was sonst bei laufendem Betrieb gar nicht möglich ist", betont der Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes.

Die Agrargenossenschaft Jürgenshagen, die vor zehn Jahren mit der in Hoppenrade fusionierte, hat gerade kräftig investiert. Im vergangenen Jahr wurde ein Kuhstall in Hoppenrade saniert und umgebaut. "Aus der Erfahrung haben wir entschieden, besser neu zu bauen. Das ist jetzt passiert", berichtet Michael Constien. Einen neuen Stall und die neue Melkanlage zeigt er morgen vor. Ende Juni, so rechnet der Geschäftsführer, sollen die Milchkühe eingestallt werden. Rund zwei Millionen Euro investiert die Agrargenossenschaft in den neuen Stall. Constien vergisst dabei die Agrarförderung nicht. Ohne diese Hilfe wäre es schwer geworden. Vor Jahren, daran erinnert Cons tien, sei es völlig undenkbar gewesen. Als die beiden Agrargenossenschaften fusionierten, stand es um den Betrieb in Hoppenrade schlecht. "Viele haben abgeraten", sagt der Chef der Agrargenossenschaft. Schwere Jahre seien 2003 und 2004 mit schlechten Ernten gewesen. Aber man habe es geschafft und darauf sei man stolz. Dass die Agrargenossenschaft auch in schweren Zeiten für Milchbauern investiere, dafür hat Constien eine ganz einfache Erklärung. Er hält es mit Martin Luther, der noch einen Apfelbaum pflanzen würde, selbst, wenn morgen die Welt unterginge. Und einen Landwirtschaftsbetrieb ohne Kühe mag Constien sich nicht vorstellen. "Das wäre das Letzte, was ich aufgeben würde", sagt er. Künftig sollen in Hop penrade 500 Kühe gemolken werden. Zehn Mitarbeiter habe die Agrargenossenschaft am Standort Hoppenrade. Dazu kämen zwei Auszubildende.

Für morgen verspricht Constien viel Unterhaltung, Musik, Kinderbelustigung (z.B. Toben im Heustall), Karussell, ein Vortrag über den vor Jahren erfolgten Umbau der Nebel bei Hoppenrade und vieles mehr. Und im künftigen Kuhstall soll eine große Kaffeetafel gedeckt werden. Frauen aus Hoppenrade und Jürgenshagen backen dafür.

Im Landkreis Güstrow öffnen morgen außerdem der Landwirt Martin Vorbeck in Jabelitz und Familie Liescher in Teschow bei Teterow ihre Höfe.


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