Agrargemeinschaft Kritzfkow/Hohen Sprenz : Landwirte im Erntefieber

<strong>Der Mähdrescher</strong> ist voll. Matthias Finck muss auf dem Feld bei Dudinghausen ein wenig auf die Abfuhr des Getreides warten und hält das 'Gold' des Bauern in den Händen.<foto>Regina Mai</foto>
Der Mähdrescher ist voll. Matthias Finck muss auf dem Feld bei Dudinghausen ein wenig auf die Abfuhr des Getreides warten und hält das "Gold" des Bauern in den Händen.Regina Mai

Die ersten Erntetage im Jahr sind immer etwas Besonderes: aufregend, freudig, positiv stressig. Drei Mähdrescher der Agrargemeinschaft Kritzkow/Hohen Sprenz holen Gerste von 280 Hektar ein.

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12. Juli 2012, 09:37 Uhr

Kritzkow | Es ist Routine, aber die ersten Erntetage im Jahr sind auch immer etwas Besonderes: aufregend, freudig, positiv stressig. Drei Mähdrescher der Agrargemeinschaft Kritzkow/Hohen Sprenz e.G. rollen über ein Feld zwischen Woland und Dudinghausen und bringen die Gerste ein. "Ein durchschnittlicher Ertrag; nicht schlecht; keine Rekordernte", sagt Thomas Finck und erscheint doch recht zufrieden. Auf 280 Hektar der Agrargemeinschaft ist Wintergerste herangewachsen und soll in den kommenden zwei Wochen abgeerntet werden. Dazu wird jede Sonnenstunde genutzt. Gestern ging es schon kurz vor der Mittagszeit aufs Feld.

Das Korn, dass man am Dienstag gedroschen hat, war noch ein bisschen zu feucht. Es muss getrocknet werden. Es sei ein täglich neuer Abwägungsprozess. Wartet man zu lange, fallen die Körner, die reif sind, aus. Täglich blickt der Landwirt in diesen Tagen auf die Wettervorhersage. "Bis Montag soll es so unbeständig bleiben", sagt Finck. Die Trocknung nimmt der Vorstandsvorsitzende der Agrargemeinschaft in Kauf. Die Preise für Getreide sind gut. Der Bauer kann nicht klagen. Die Agrargemeinschaft hatte Vorverträge abgeschlossen, als der Preis akzeptabel erschien. "Jetzt hätten wir noch mehr bekommen, aber das weiß man vorher nie. Es ist wie im Spielkasino", nimmt Finck es gelassen.

Zumindest hat sich der Druschtag am Dienstag gelohnt. 80 Hektar habe man gedroschen. Das Ergebnis: 77 Doppelzentner je Hektar. Am Sonntag war lediglich ein Ertrag von 66 Doppelzentner pro Hektar herausgekommen. "Wir haben drei verschiedene Sorten", erklärt Finck. Sie seien doch unterschiedlich übers Jahr gekommen. Die Trockenheit im April/Mai habe ihre Spuren hinterlassen. Finck spricht von Trockenstellen, die es auch im Winterweizen gebe. Zumindest aber habe man nach dem strengen Frost im Februar nicht umbrechen müssen, wie das anderswo, zum Beispiel östlich der Autobahn A 19, notwendig war. Es gebe aber Flächen, wo der Weizen ausgedünnt ist.

2100 Hektar Land beackert die Agrargemeinschaft Kritzkow/Hohen Sprenz, ein reiner Marktfruchtbetrieb mit 15 Mitarbeitern. Die Getreideernte schaffe man aus eigener Kraft. Wenn im September die Kartoffeln geerntet werden und gleichzeitig die Bestellung läuft, brauche man zusätzliche Saisonkräfte, um über die Runden zu kommen, berichtet Finck.

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