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Güstrow : Landkreis will mehr Geld von der Stadt

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ernst-Barlach-Theater: Der Landkreis Rostock investiert in der Spielpause ca. 600 000 Euro in die Sanierung der Elektroninstallation

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erstellt am 05.Jul.2017 | 21:00 Uhr

Der Landkreis Rostock fordert von der Barlachstadt Güstrow, sich stärker als bisher bei der Bewirtschaftung des Ernst-Barlach-Theaters einzubringen. „Das ist aus Sicht des Landkreises erforderlich“, sagt Kay-Uwe Neumann, Pressesprecher des Landkreises. Die Güstrower Spielstätte ist landesweit das einzige Haus, welches sich in Trägerschaft eines Landkreises befindet.

Der Landkreis und die Barlachstadt befänden sich laut Neumann derzeit weiter im Austausch über die zukünftige Gestaltung der Bewirtschaftung der Liegenschaft und des Theaterbetriebes. „Diese Gespräche wurden schon im Jahre 2015, vor dem Hintergrund des für den Landkreis Rostock im Jahre 2013 beschlossenen Haushaltsicherungskonzeptes, aufgenommen“, so Neumann. Bisher offensichtlich ohne Ergebnis. Zur Aufrechterhaltung des Spielbetriebes steuert die Stadt Güstrow bereits jedes Jahr 72 000 Euro bei. Nochmal 100 000 Euro kommen jedes Jahr vom Land. Dass der Landkreis diese Forderung wieder aufmacht, könnte auch mit den jetzt erforderlichen kostspieligen Sanierungsmaßnahmen im Theater zusammenhängen. Der Landkreis investiert dafür ca. 600 000 Euro aus dem Kreishaushalt. „Diese wichtigen, unaufschiebbaren Baumaßnahmen dienen der Aufrechterhaltung des Spielbetriebs“, unterstreicht Neumann.

Die jetzt begonnene Spielpause bis Mitte September soll für die Sanierung genutzt werden. „In dieser Zeit ist geplant, dringend notwendige Arbeiten an der Elektroninstallation durchzuführen“, informiert Neumann. Die Arbeiten hieran wurden bereits im vergangenen Jahr in einem ersten Bauabschnitt begonnen (Hauptverteilung und Hausanschluss) und sind im Dezember 2016 auch abgeschlossen worden. In einem zweiten Bauabschnitt sollen jetzt im Wesentlichen die Kabelbahnen erneuert und bis in den Dachraum ausgebaut sowie die damit verbundenen, begleitenden Trockenbauarbeiten erledigt werden. Gleichzeitig werden einige Brandschutztüren ersetzt sowie die Sicherheitsbeleuchtung und Brandmeldeanlage überholt. Auch die Installation einer Trink- und Löschwassertrennanlage ist vorgesehen. Schließlich soll eine zentrale Batterieanlage (Notstromversorgung) installiert werden.

„Da die Vergabeverfahren für die einzelnen Bauleistungen teilweise noch laufen, können die Kosten sowie der Zeitraum der Arbeiten noch nicht endgültig benannt werden“, sagt Neumann. Zuletzt sind in den Jahren 1997/98 umfangreiche Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen, insbesondere an der Fassade, im Güstrower Theater durchgeführt worden. Grundhafte Arbeiten liegen noch längere Zeit zurück. Im Jahr 1957 ist das Gebäude umfangreich saniert worden, informiert der Landkreis.  




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