zur Navigation springen

Landkreis Rostock : Landkreis will alte Partnerschaften beenden

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Anfrage aus Rotenburg (Wümme): Partnerschaften einst vor bestimmten historischen Hintergründen geschlossen

von
erstellt am 20.Jul.2015 | 03:46 Uhr

Der Landkreis will bestehende vertragliche Partnerschaften nicht fortführen. „Die Partnerschaften sind in der Regel vor einem anderen historischen Hintergrund geschlossen worden“, erklärt dazu Landrat Sebastian Constien. Sie seien deshalb von ihren Zielvorstellungen her nicht mehr tragbar.

Im Frühjahr waren die Partnerschaften aus Altkreis-Zeiten auf den Prüfstand gekommen (SVZ berichtete). Nach mehreren Gesprächen zwischen Verwaltung und Kreistagspräsidium sei man überein gekommen, die Partnerschaften nicht fortzuführen. Anlass für die Überprüfung war eine Anfrage des Landkreises Rotenburg (Wümme), der Partnerschaftsbeziehungen zum Landkreis Güstrow pflegte. Eine entsprechende Antwort werde die Kreistagspräsidentin, den Rotenburgern zukommen lassen, informiert der Landrat.

Nach der Kreisgebietsreform waren die Partnerschaften etwas aus dem Blickfeld geraten. Deshalb hatte das Kreistagspräsidium die Verwaltung beauftrag, Möglichkeiten einer Belebung oder eine Beendigung der Partnerschaften zu prüfen. Neben den Beziehungen zwischen Güstrow und Rotenburg gab es im Altkreis Bad Doberan zum Powiat Slawienski mit Schlawe (Slawno) im Mittelpunkt (Westpommern in Polen), zum Ostseebad Crans (heute Zelenogradsk) nördlich von Königsberg (heute Kaliningrad) und nach Estland. Manche Partnerschaft hatte über die Jahre vom persönlichen Engagement von Mitarbeitern aus den Kreisverwaltungen, die inzwischen ausgeschieden sind, gelebt.

Ungeachtet dieser Entscheidung, so betont Constien, seien aber alle bestehenden zivilgesellschaftlichen Kontakte zu den Partnerregionen auch weiterhin herzlich willkommen. Aus den formalen Partnerschaften seien einige zum Teil sehr persönliche Kontakte erwachsen, deren Aufrechterhaltung auch im Sinne des Landkreises sei, so Constien.

Einig seien sich Verwaltung und Kreistagspräsidium, dass der Großkreis eine neue Partnerschaft ins Auge fassen sollte. „Vielleicht mit einer transatlantischen Gebietskörperschaft vergleichbarer Art oder einer solche im Nahen Osten oder im Ostseeraum“, unterbreitete Constien erste Gedanken. Er erwarte dazu in den nächsten Monaten eine Diskussion in den verschienenen Fraktionen und im Kreistag selbst.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen