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Asylbewerberheim Güstrow : Landkreis unterschreibt Mietvertrag für Waldweg

vom

Der Landkreis Rostock hat den Mietvertrag für das Asylbewerberheim im Waldweg Güstrow unterschrieben, in das 124 Asylbewerber einziehen sollen. Dezernent Boldt: "Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift des Vermieters."

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2013 | 07:49 Uhr

Güstrow | Der Landkreis hat den Mietvertrag für das Asylbewerberheim im Güstrower Waldweg (SVZ berichtete) gestern unterschrieben. Rainer Boldt: "Jetzt fehlt nur noch die Unterschrift des Vermieters." Der Landkreis-Dezernent geht aber davon aus, dass das schon demnächst geschieht. Denn der Vermieter habe beim Landkreis schon mehrmals nachgefragt, wann der Vertrag unterzeichnungsreif sei, so Boldt. Zeitnah solle auch die immer noch ausstehende Baugenehmigung durch den Landkreis erteilt werden. Das sei von der Baubehörde signalisiert worden. Boldt: "Mir wurde von den Mitarbeitern mitgeteilt, dass alle Zuarbeiten vorliegen." Dazu hätten z.B. noch Stellungnahmen der Forst und der Stadt Güs trow gehört, so der Dezernent. Boldt erwartet demnach einen positiven Bescheid. "Wenn es nicht so wäre, hätten wir das Verfahren schon gestoppt." Er geht davon aus, dass das Heim bis Anfang April bezugsfertig sein wird. So sei es mit dem Inhaber besprochen worden.

Im Waldweg werden nach Angaben Rainer Boldts 124 Asylbewerber einziehen. "Das verschafft uns ein bisschen Luft und wir können weitere Objekte auch in anderen Städten im Landkreis ernsthaft suchen", betont er. Denn das Heim im Waldweg reiche nach wie vor nicht aus, um alle vom Land avisierten Asylbewerber dort unterzubringen. Boldt bestätigt, dass der Landkreis insgesamt 250 Plätze für Asylbewerber schaffen muss. Im Gespräch ist z.B. der Neubau eines Heims auf dem ehemaligen Kraftverkehrsgelände in der Dr.-Külz-Straße. Hier waren bereits bis 2008 Asylbewerber in einem Containerbau untergebracht. Das war danach aufgegeben und abgebaut worden. Für Boldt nicht nachvollziehbar. Darüber könne er sich bis heute aufregen. Das hätte er auch gegenüber dem Land so gesagt, so Boldt. Der Dezernent bestätigt, dass es mehrere Angebote für Gebäude an den Landkreis gebe. Dazu gehöre der Wohnblock in der Verbindungschaussee, bestätigt Boldt. Allerdings sei dieser Standort zu abgelegen und auch zu Einkaufsmöglichkeiten sei es zu weit.

Bisher hat der Landkreis 30 Asylbewerber aufgenommen. Sie sind nach Boldts Informationen im Asylbewerberheim Bad Doberan sowie in Hotels und Pensionen untergebracht. Bis zur Fertigstellung des neuen Heimes im Güstrower Waldweg werden weitere Asylbewerber, die in den Landkreis kommen, ebenfalls dezentral wohnen, so Boldt.

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