zur Navigation springen

Kreisreform : Landkreis schiebt Standort-Diskussion an

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Verwaltung in Güstrow oder Güstrow und Bad Doberan? / Gutachten liefert wirtschaftlichen Fakten

von
erstellt am 03.Sep.2014 | 06:00 Uhr

Von wo aus wird der Landkreis künftig verwaltet? Ist eine Konzentration der Verwaltung in Güstrow sinnvoll? Bleibt es bei zwei Standorten in Güstrow und Bad Doberan? Antworten auf diese Fragen soll ein Gutachten geben, dass der Landkreis in Auftrag gab. Das Ergebnis wird auf der Sitzung des Kreisausschusses heute ab 16 Uhr im Kreishaus Am Wall in Güstrow vorgestellt.

„Vorrangiges Ziel der Kreisgebietsreform vor drei Jahren war und ist es Kosten zu sparen und darüber die Verwaltung effektiver zu organisieren“, betont Rainer Boldt, in dessen Dezernat an erste Stelle die Finanzen stehen. In dem Gutachten gehe es allein um eine finanzielle Betrachtung von verschiedenen Varianten, so informiert der Dezernent. Aspekte einer bürgerfreundlichen Verwaltung oder politische Erwägungen würden dabei erst einmal keine Rolle spielen. Die Konzentration der Verwaltung an einem Standort oder an zwei Standorten werde rein wirtschaftlich betrachtet.

Ausschließen könne man, dass weitere Verwaltungsgebäude notwendig sein würden. Der Landkreis verfüge über ausreichend Platz für die Verwaltung. Als unstrittig sieht Boldt weiterhin, dass das Kreishaus am Güstrower Wall für eine Konzentration der Verwaltung an nur diesem Standort nicht ausreiche.

„Wir stellen das Ergebnis des Gutachtens vor und haben dazu auch die Bürgermeister aus Güstrow und Bad Doberan eingeladen“, informiert der Dezernent der Kreisverwaltung. Es gehe noch nicht darum einen Beschluss zu fassen. Die Mitglieder des Kreisausschusses werden vielmehr die Möglichkeit zu einer ersten Diskussion haben. Boldt geht davon aus, dass ein Kreistagsbeschluss frühestens Ende des Jahres oder zu Beginn des nächsten Jahres zu erwarten sei.

Auf die lange Bank kann der Landkreis eine Entscheidung nicht schieben. Während er in Güstrow ausschließlich in kreiseigenen Immobilien (Am Wall, Parumer Weg, An der Schanze) arbeitet, gibt es in Bad Doberan für den Neubau hinter den beiden klassizistischen Gebäuden am Kamp (kreiseigene Immobilien) einen Leasingvertrag sowie einen Mietvertrag für Räume, die das Gesundheitsamt in der Dammchaussee nutzt. Beide Verträge enden 2016. „Wir können also nicht warten, bis die Kreisgebietsreform verdaut ist, der nördliche und der südliche Teil des Landkreises zusammengewachsen sind“, stellt Boldt fest.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen