Asylbewerber : Landkreis schafft mehr Kapazitäten für Flüchtlinge

Ehemaliges Aussiedlerheim in Jördenstorf wird wieder in Betrieb genommen / Unterbringung von etwa 75 Asylbewerbern geplant

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22. März 2014, 06:00 Uhr

Der Landkreis Rostock will das ehemalige Aussiedlerheim in Jördenstorf reaktivieren und dort etwa 75 Asylbewerber unterbringen. Damit reagiert der Kreis auf die Ankündigung des Landes, dass in diesem Jahr mit einer Zuweisung von 40 Asylbewerbern pro Monat zu rechnen sei (SVZ berichtete). Für diese hohe Zahl von Flüchtlingen reichen die vorhandenen Unterbringungsmöglichkeiten im Landkreis bei weitem nicht aus, obwohl in den vergangenen zwei Jahren bereits drei neue Gemeinschaftsunterkünfte eingerichtet und zahlreiche Wohnungen angemietet wurden. Es bestehe weiter dringender Handlungsbedarf, informiert der Landkreis.

Deshalb wird jetzt der leerstehende Teil des Wohnheims an der Berufsschule Jördenstorf wieder zur Unterbringung ausländischer Flüchtlinge in Betrieb genommen, hieß es gestern aus der Kreisverwaltung. Eine ähnliche Nutzung hatte es dort bereits von 1995 bis 2008 gegeben. Geplant ist die Unterbringung von etwa 75 Personen, die in der Bundesrepublik Deutschland um Asyl gebeten haben.

Die Fertigstellung der vorhandenen Räumlichkeiten ist für das vierte Quartal vorgesehen. Gemeinde und Amtsverwaltung seien laut Kreisverwaltung über den Sachverhalt informiert. Das Ministerium als zuständige Aufsichtsbehörde habe die erforderliche Zustimmung erteilt.

Doch auch die jetzigen 75 Plätze reichen nicht aus. Laut Rainer Boldt, 2. stellvertretender Landrat, würden dieses Jahr neue Unterbringungsmöglichkeiten für rund 200 Asylbewerber benötigt. Der Kreis suche weiter nach zentralen Unterkünften sowie Wohnungen.

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