Müllentsorgung : Landkreis meldet Müll-Fortschritte

Maßnahmepaket greift / Rückstände um 95 Prozent gesenkt / Immer noch täglich 2000 Anrufer

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01. März 2016, 21:00 Uhr

Der Landkreis meldet Entwarnung: Sein Maßnahmenpaket für mehr Zuverlässigkeit des neuen Abfallentsorgungssystems greife. „Fast alle aufgelaufenen Anträge und Tonnentausche sind abgearbeitet“, heißt es. Die Anlaufschwierigkeiten seien inzwischen weitgehend behoben. „Der Bearbeitungsrückstand bei den schriftlichen Anträgen konnte innerhalb von zwei Wochen um 95 Prozent gesenkt werden, beim Austausch von Abfallbehältern sind 94 Prozent der Aufträge abgearbeitet. Beschwerden über nicht abgeholte Mülltonnen sind deutlich zurückgegangen“, wird mitgeteilt.

Das Informationsbedürfnis der Einwohner ist jedoch weiterhin hoch. 2000 Anrufe gehen täglich am Kundentelefon des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft und bei der Entsorgungsfirma Veolia ein. „Diese werden jetzt aber deutlich schneller bearbeitet“, weiß Landrat Sebastian Constien.

Zu Jahresbeginn trat ein neues Entsorgungssystem im Landkreis in Kraft. Erhebliche Probleme bei der Einführung hatten für viel Unmut gesorgt. Fast täglich gingen im Januar bei der SVZ-Lokalredaktion Klagen ein. Neben allgemeinen Fragen zum Verständnis über das neue Entsorgungssystem sind Umstellungen des Abholrhythmus, der Austausch von Mülltonnen und Fehlerkorrekturen die Hauptgründe für die Anrufe. Bis zu 6000 Anrufe gingen täglich am Kundentelefon der Entsorger ein. Als schließlich 4700 E-Mails, Faxe und Briefe in der Warteschlange beim Eigenbetrieb Abfallwirtschaft standen, reagierte der Landkreis und vereinbarte am 12. Februar mit der Veolia Umweltservice Nord GmbH einen Maßnahmenkatalog, um die Anlaufprobleme des neuen Entsorgungssystems zu beheben. Größere Zuverlässigkeit bei der Entsorgung, schnellere Antragsbearbeitung und bessere telefonische Erreichbarkeit waren die Ziele. Unter anderem wurde das Kundenzentrum verstärkt.

Bis Montag habe auf diese Weise der Bearbeitungsstand auf noch 220 unbearbeitete Anfragen gesenkt werden können, teilt der Landkreis den aktuellen Stand mit. Von 10  000 Tauschaufträgen für Müllbehälter am 12. Februar wären nur noch 605 offen. Auch seien Beschwerden über ausgefallene Entsorgungen deutlich zurückgegangen.



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