zur Navigation springen

Schloss Güstrow : „Land in Sicht“: alle Genres dabei

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schloss Güstrow präsentiert ab 25. Oktober die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern 2012 bis 2014

Ab dem 25. Oktober präsentieren das Staatliche Museum Schwerin gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV auf Schloss Güstrow die Kunstwerke, die das Land in den Jahren 2012 bis 2014 erworben hat. Für diese Kunstankäufe stand die Gesamtsumme von rund 107 000 Euro zur Verfügung. Die Ausstellung „Land in Sicht – die Kunstankäufe des Landes Mecklenburg-Vorpommern“ umfasst 116 Werke von 23 Künstlern aus den Sparten Malerei, Handzeichnung, Druckgraphik, Skulptur, Objekt, Fotografie und Video. Die Schau ist bis zum 4. Januar 2015 auf Schloss Güstrow zu sehen.

2012 wurde eine dreiteilige Arbeit von Ruzica Zajec angekauft, die inzwischen zwei der wichtigsten Kunstpreise des Landes erhalten hat. Einige Künstler, wie Joachim John oder Rolf Kuhrt, können auf ein renommiertes Oeuvre zurückblicken, andere sind durch ein vielversprechendes künstlerisches Debüt aufgefallen, wie der junge Fotograf Stefan Kratz aus Wismar. Mit dem Erwerb größerer Konvolute wurden zwei Künstler der in Ostdeutschland noch immer selten vertretenen Konkreten Kunst gewürdigt: Helmut Senf und Bernd Kommnick. Die abstrakte Holzskulptur von Broder Burow trifft auf die figurativen Arbeiten der Bildhauerin Susanne Rast. Mit Handzeichnungen sind Gudrun Poetzsch, Wilfried Schröder und Wanja Tolko vertreten, mit der traditionellen Gattung der Malerei Lisa Jürß und Grit Sauerborn.

Experimentell arbeitende, jüngere Fotografen wie Tim Kellner stehen neben der klassischen Schwarz-Weiß-Fotografie des für den Rostocker Kunstpreis 2014 nominierten Hans Pölkow. Von Bernd Engler und Sonja Rolfs kaufte das Land Lichtobjekte und kinetische Arbeiten. Mancher Atelierbesuch sorgte auch für Unerwartetes: so wurde von dem Bildhauer Karl Lemke ein Dutzend abstrakter Federzeichnungen erworben, während der als Maler bekannte Wolfgang Tietze mit Porzellanobjekten vertreten ist.

Die ambitionierte Mitsprache der Künstler in Mecklenburg-Vorpommern im aktuellen Kunstdiskurs befördern die Ausbildungsstätten in Heiligendamm/Wismar und Greifswald maßgeblich: Die Fotografen Marc Grümmert und Janet Zeugner sind Absolventen der Fachhochschulen in Heiligendamm und Wismar. Linda Perthen studierte in Greifswald. Von Felix Müller, Professor am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald, hat das Land ein großformatiges Gemälde angekauft.

„Die Erwerbungen der letzten drei Jahre zeigen nicht nur Entwicklungen und Tendenzen des hiesigen Kunstgeschehens, sondern belegen auch, dass die Kunst aus dem nordöstlichen Bundesland im nationalen und teilweise auch im internationalen Vergleich bestehen kann“, sagt Kunsthistorikerin und Schlossleiterin Regina Erbentraut.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen