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Güstrow : Ladenhüter kommt doch noch an Mann

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Der Verkauf von drei seit Jahren leer stehenden Häusern an der Gleviner Straße steht bevor. Ein Kaufangebot für die Gebäude trudelte unerwartet ein. Bei einer Sanierung könnten 950.000 Euro Fördermittel fließen.

svz.de von
erstellt am 15.Jan.2013 | 10:09 Uhr

Güstrow | Die Stadt kann gleich drei Ladenhüter loswerden. Ein Kaufangebot für die Gebäude in der Gleviner Straße 23 bis 25 trudelte unerwartet ein. Die Mitglieder des Bau- und Verkehrsausschusses stimmten auf ihrer jüngsten Sitzung einstimmig für den Verkauf und einen höchstmöglichen Einsatz von Städtebaufördergeldern. Bei zu erwartenden Baukosten von rund 2,2 Millionen Euro für alle drei Häuser könnten Fördermittel in Höhe von rund 950 000 Euro fließen. Der Finanzausschuss, der heute ebenfalls darüber berät, wird wohl nichts dagegen haben.

Die Stadt hatte die seit langem leer stehenden Häuser im vergangenen Jahr nicht zum ersten Mal überregional ausgeschrieben. Erfolglos. Schon hatte die Stadtvertretung für diesen Fall beschlossen, dass die Stadt selbst die Sanierung in die Hand nimmt. Dazu hatte es im vergangenen Jahr einen Architektenwettbewerb gegeben. Die Stadt hatte sich für einen Vorschlag des Architektenbüros Kruse und Fliege entschieden. Dieser sieht ausschließlich eine Wohnnutzung vor. Als im Spätherbst die Bauaufsicht eine sofortige Sicherung forderte und die Straße sperren ließ, weil sich in der Nr. 25 der Giebel ablöst, investierte die Stadt rund 40 000 Euro. Eine Sanierung der Häuser Nr. 23 und 24 sollte in diesem Jahr erfolgen. Die Nr. 25 sollte abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Lediglich die Fassade sollte erhalten bleiben.

Nun will ein nach SVZ-Informationen aus Röbel kommenden Interessent, durchaus mit Erfahrung in der Stadtsanierung, mit kleineren Änderungen das Sanierungs- und Nutzungskonzept von Kruse und Fliege umsetzen und auch die Nr. 25 erhalten.

Der Stadtvertretung obliegt es, einen Verkauf der drei Gebäude zum Verkehrswert von 40 000 Euro (Nr. 24 und 25 Verkehrswert gleich null) auf ihrer Sitzung am 14. Februar zu beschließen und dem Einsatz von Städtebaufördergeldern in beträchtlicher Höhe zuzustimmen. Es sei dennoch "ein gutes Geschäft" für die Stadt. Hätte sie selbst saniert, wären Gesamtbaukosten von 2,2 Millionen Euro zu 100 Prozent aus Städtebaufördergeldern finanziert worden. Nun könne ein Teil der Städtebaufördermittel anderweitig vergeben werden.

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