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Illegale Müllentsorgung : Laager Stadtwald ohne Müll

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Landkreis aktiv / Dauerproblem illegaler Entsorgung wieder auf dem Vormarsch

Im Laager Stadtwald wurde aufgeräumt. Leider nutzen Bürger den Wald immer wieder, um ihren Müll loszuwerden, ebenso wie am Güterbahnhof und dem Umfeld des Pludderbaches. „Wenn uns so etwas gemeldet wird, informieren wir den Landkreis“, sagt Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. Denn für illegale Müllentsorgung in Wäldern und Fluren ist der Landkreis zuständig, macht sie aufmerksam. In der Regel gehe dann einige Zeit ins Land, weil der Landkreis zunächst prüfen müsse, ob der Verursacher ermittelt werden könne. Jetzt habe der Landkreis gehandelt, freut sich Ilka Lochner-Borst.

Laage habe viele aufmerksame Bürger. Erst jüngst habe sich auch der Heimatverein zu der Thematik gemeldet (SVZ berichtete). Leider sei zu beobachten, dass wieder häufiger Müll in der Landschaft entsorgt werde, bedauert Lochner-Borst. „Dabei gibt es nichts einfacheres, als die Sperrmüllabfuhr zu beantragen“, betont Laages Bürgermeisterin. Und dann werde der Müll auch noch vor der Haustür abgeholt. Wenn es ganz schnell gehen müsse, könne man auch den Wertstoffhof nutzen, auch wenn das etwas koste. Ihr sei völlig unverständlich, warum Menschen ihren Müll und Unrat in die Natur schaffen.

Der Landkreis Rostock wandte im vergangenen Jahr 13 300 Euro für die Entsorgung von Müll in Wäldern und Fluren auf, informiert Kreissprecher Kay-Uwe Neumann. Für das laufende Jahr seien 20 000 Euro im Haushalt eingestellt. Damit reagiere der Landkreis auf ein „an Intensität wieder zunehmendes Dauerproblem“, formuliert Neumann. Dem wolle man mit einem stärkeren Einsatz von Mitarbeitern vor Ort sowie mit einer besseren Zusammenarbeit mit den örtlichen Ordnungsbehörden und den Forstämtern begegnen.

Schwerpunkte macht der Landkreis in den Waldgebieten um die Städte Bützow, Güstrow und Bad Doberan sowie in Bereichen um Dummerstorf und Kuchelmiß aus. Hauptsächlich handele es ich um Hausmüll, Bauschutt, Asbest und technische Geräte, zunehmend auch alte Reifen, stellt der Landkreis fest.

Im vergangenen Jahr wurden 72 Anzeigen wegen illegaler Müllentsorgung erstattet. „Je nach Schwere der Fälle werden Bußgelder von 50 bis 50 000 Euro verhängt“, informiert Neumann. Das höchste bisher verhängte Bußgeld belaufe sich auf 5000 Euro.

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erstellt am 08.Apr.2014 | 06:00 Uhr

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