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Marineoffizier riskiert sein Leben : Laager Axel Höflich rettet Frau im Rhein

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Die Großtat eines Laagers machte gestern in der Koblenzer Lokalausgabe der Rheinzeitung Schlagzeilen. Axel Höflich rettete am Mittwochabend eine 53-jährige Frau vor dem Ertrinken.

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erstellt am 24.Aug.2012 | 06:03 Uhr

Koblenz/Laage | Die Großtat eines Laagers machte gestern in der Koblenzer Lokalausgabe der Rheinzeitung Schlagzeilen. Axel Höflich rettete am Mittwochabend eine 53-jährige Frau vor dem Ertrinken. Peter Karges schreibt über die couragierte Tat des Marineoffiziers, der zum Lebensretter wurde:

Dramatische Szenen spielen sich am Mittwochabend am Koblenzer Rheinufer ab. Eine 53-jährige Frau stürzt aus ungeklärter Ursache in die Fluten des Rheins und wird schnell durch die Strömung abgetrieben. Sie ruft um Hilfe, nur einer reagiert: Axel Höflich. Mit einem mutigen Sprung in den Rhein rettet er der Frau das Leben.

Der Tourist aus Mecklenburg-Vorpommern hat das Unglück, das sich beim Anlegen eines Ausflugsschiffes an einer Landebrücke am Konrad-Adenauer-Ufer ereignet, gar nicht aus nächster Nähe gesehen. "Ich stand unter den Fahrgästen, die aussteigen wollten, etwas weiter hinten, als ich hörte, dass eine Frau über Bord gefallen sei. Und gleichzeitig bekam ich noch mit, wie sich das Heck des Schiffes wieder von der Landebrücke wegdrehte", erzählt Axel Höflich.

Der Marineoffizier, der in Koblenz Urlaub macht, drängt sich weiter nach vorn und sieht, wie die Frau abwärts getrieben wird. Irgendjemand wirft ihr noch einen Rettungsring zu - doch die Ertrinkende bekommt ihn nicht zu packen. "Ich habe dann nicht mehr lang nachgedacht, mir die Jacke ausgezogen und bin in den Rhein gesprungen", erzählt der 48-Jährige. Nach einigen Schwimmzügen hat er die Frau erreicht. "Sie konnte sich zwar über Wasser halten, aber sie hatte keine Kraft mehr, um gegen die Strömung ans Ufer zu schwimmen. Sie rief immer wieder ,Ich schaffe es einfach nicht." Mit der Strömung hat auch er zu kämpfen. "Ich bin kein schlechter Schwimmer, aber mit der Kraft des Rheins habe ich nicht gerechnet."

Als er die Frau erreicht, packt er sie unter dem Arm und zieht sie in Richtung einer anderen Landebrücke. Von dort wird ihnen ein Tau zugeworfen, an dem sich die beiden festhalten, bis sie von Rettungskräften über die Landebrücke an Land gezogen werden. Die Frau wird mit einem Schock in ein Koblenzer Krankenhaus gebracht, während Axel Höflich durchnässt, aber wohlbehalten ans Ufer steigt.

"Ich glaube, ich habe zuerst einmal nach einem Handtuch verlangt", erinnert er sich. In den Rhein würde er jederzeit wieder springen: "Wer bei der Marine ist, der weiß, wie sich jemand fühlt, der im Wasser ist und nicht weiß, wie er wieder rauskommt."

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