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Flughafen Rostock-Laage : Laage will nicht mehr für Verlustausgleich zahlen

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Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Regionalflughafens Rostock-Laage. Erst vor wenigen Tagen musste der Hauptgesellschafter, die Hansestadt Rostock, der Flughafen GmbH mit 250.000 Euro unter die Arme greifen.

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2011 | 08:48 Uhr

Laage | Unzufriedenheit mit der Entwicklung des Regionalflughafens Rostock-Laage äußerte Helmut Precht auf der jüngsten Sitzung der Stadtvertretung Laage. Erst vor wenigen Tagen musste der Hauptgesellschafter, die Hansestadt Rostock, der Flughafen GmbH mit 250 000 Euro unter die Arme greifen und hatte angekündigt, einen Teil des Geldes von den weiteren Gesellschaftern - der Landkreis Rostock und die Stadt Laage - zurückzuholen.

Ein Jahresverlust von 2,55 Millionen Euro ist für Helmut Precht ein Unding. Der Stadtvertreter stellt die Arbeit der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates in Frage. "Wenn das Ergebnis nicht stimmt, müssen Gesichter sich ändern", fordert Precht.

Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst entgegnete, dass die Geschäftsführung nicht für das Minus verantwortlich zu machen sei. Es stehe vielmehr die Tatsache dahinter, dass kein regionaler Flughafen dieser Größe wirtschaftlich arbeiten könne. Im Vergleich zu anderen Flughäfen bewege sich das Defizit für Rostock-Laage im normalen Bereich. Sie betonte noch einmal, dass der Flughafen eine politische Entscheidung sei, die die Infrastruktur des Landes aufwerte. Lochner-Borst: "Auch Autobahnen kosten Geld und bringen kein Geld ein."

Die Bürgermeisterin wehrt sich aber entschieden gegen das Ansinnen der Rostocker, die beiden anderen Gesellschafter zu beteiligen. "Das werden wir nicht tun", so Lochner-Borst. Man habe sich bereits mit dem Landkreis abgestimmt. "Wir werden unseren Anteil an den jährlichen Ausgleichszahlungen von 1,8 Millionen Euro leisten und nichts tun, was diesen Betrag erhöht", stellte sie fest. Stadt und Kreis seien finanziell nicht in der Lage, weitere Lasten zu tragen.

Hintergrund: Das Land hat eine Aufstockung einer ohnehin geplanten Sonderbedarfszuweisung für den Flughafen von 500 000 Euro um 250 000 Euro angekündigt. Bedingung: Gesellschafter und Flughafengesellschaft selbst leisten ebenfalls einen Beitrag - in gleicher Höhe.

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