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Stadtvertretersitzung : Laage will Freibad zum Leben erwecken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Idee der Umgestaltung zu einem Naturbad aufgreifen / 2015 Beachsport-Anlage und Sanitäreinrichtungen realisieren

von
erstellt am 18.Dez.2014 | 23:00 Uhr

Als eine gute Zeit für Projekte sieht Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst (CDU) die nächsten Jahre und hat auch gleich eines parat: Aus dem 2006 stillgelegten Freibad in Laage soll nun ein Naturbad werden, so wie es vor Jahren schon einmal diskutiert worden war. Immense Anstrengungen nicht allein durch die Stadt seien notwendig, so Lochner-Borst. Doch mit Beginn der neuen Förderperiode der Europäischen Union, die bis 2020 reicht, bestehe die Chance Fördermittel einzuwerben. Schon im nächsten Jahr soll das Projekt „Naturbad“ angegangen werden. Zunächst mit dem Bau einer Beachsport-Anlage und von Sanitäreinrichtungen.

Im Haushalt 2015, den die Stadtvertreter am Mittwochabend beschlossen, sind 400 000 Euro dafür eingeplant. Neben 100 000 Euro Eigenmittel sollen 300 000 Euro Fördermittel eingeworben werden. Lochner-Borst verweist auf mehrere Fördertöpfe, die angezapft werden könnten. Ein erster Antrag sei vorbereitet. In einem zweiten Abschnitt solle dann das Freibad in ein Naturbad umgestaltet werden. Das beinhalte u.a. die Umstellung von einer chemischen auf eine natürliche Reinigung des Wassers. Beim vorhandenen 50-Meter-Becken würden für die Schwimmer 25 Meter bleiben. Dem würden sich Nichtschwimmer-Bereich und Planschbecken sowie ein Filterbereich anschließen. In diesem bepflanzten Areal erfolgt die Reinigung des Wassers, das dann seinen Weg zurück ins Becken nimmt. Wer das Naturbad irgendwann betreiben wird, sei noch in der Diskussion.

Das ganze Projekt stellt die Bürgermeisterin unter den Titel „Von Laagern für Laager“ und unterstreicht damit die Notwendigkeit einer breiten Unterstützung für das Vorhaben. Die Stadt allein könne es nicht bewältigen. Eine ehrenamtliche Mitwirkung der Bürger werde ebenso benötigt, wie die Unterstützung – auch finanzielle – durch Unternehmen, Vereine, Verbände.


Projekt-Vollendung noch nicht abzusehen


Bedenken äußerte Stadtvertreter Helmut Precht (Freie Wähler). Er beantragte den Titel „Freibad“ aus dem Stadt-Etat zu streichen, bekam dafür aber keine Mehrheit. „Für mich ist die Wirtschaftlichkeit und die langfristige Perspektive eines solchen Naturbades nicht erkennbar“, begründete Precht seinen Antrag und bemängelte außerdem, dass die Finanzierung des Projektes nicht klar dargelegt sei. Auch Mirko Mank (Wählergemeinschaft Ortsteile Laage) vermisste ein Konzept mit Zeitschiene. Lochner-Borst spricht von eine Grobplanung, die im Hauptausschuss besprochen wurde und nun im Ausschuss für Stadtentwicklung weiter beraten werden soll. Erst danach werde man zu einer Kostenschätzung kommen. Eine zeitliche Zielsetzung sei schwierig, weil ehrenamtliche Hilfe nicht konkret geplant werden könne und man heute auch nicht wisse, wie man in Jahresscheiben an Fördermittel komme, erklärt die Bürgermeisterin.

 

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