Kirchengemeinde Laage : Laage trifft den richtigen Ton

Gemeinsam mit dem Berliner Musiker Marvin Brooks (r.) studieren Lisa, Emi, Lene-Eva, Lenja, Rena und Niklas (v.l.) den Song „Unity“ ein.  Fotos: Anne Schwartz
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Gemeinsam mit dem Berliner Musiker Marvin Brooks (r.) studieren Lisa, Emi, Lene-Eva, Lenja, Rena und Niklas (v.l.) den Song „Unity“ ein. Fotos: Anne Schwartz

Vierte Auflage von „TonLaage“ ein Erfolg / Jugendliche lernen von Profimusikern und bringen das Ergebnis auf die Bühne

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01. Juli 2018, 21:00 Uhr

Ein bisschen aufgeregt sind Emi Salisch, Lenja Buchner und Niklas Block und ihre Mitstreiter schon, als sie die Bühne auf dem Laager Ziegenmarkt erklimmen. Nur wenige Stunden hatten die Schüler des Recknitz-Campus Zeit, den Song „Unity“ des Berliner Musikers Marvin Brooks einzustudieren. Mit ihm gemeinsam singen sie den nun beim Abendkonzert von „TonLaage“ und ernten begeisterten Applaus vom Publikum.

„Es ist schon beachtlich, was die Jugendlichen binnen so kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben“, sagt Johannes Kretschmann, Jugendarbeiter der Kirchgemeinde Laage, der die Veranstaltung seit 2015 jährlich organisiert. Das Konzept: Kinder und Jugendliche proben einen Tag lang in Workshops mit professionellen Musikern und bringen das Erlernte am Abend gemeinsam mit den Künstlern auf die Bühne. Darunter auch der Berliner Sänger Marvin Brooks. „Ich mag die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, denn sie sind viel ehrlicher als Erwachsene“, sagt der 30-Jährige, der erstmals bei „TonLaage“ zu Gast war. Vor allem den Refrain seines Songs ging er wieder und wieder mit den Teilnehmern seines Workshops durch. „We are one, the sooner the better“ – wir sind eins, je schneller desto besser, schallte es immer wieder durch das Laager Gemeindehaus. „Das war gut, ihr müsst den Song fühlen“, gab Brooks den jungen Sängern mit auf den Weg.

„Musik ist mein Leben und meine große Leidenschaft“, sagt der Musiker, der mit 16 Jahren seinen ersten Plattenvertrag unterzeichnete. „Genau diese Leidenschaft möchte ich weitergeben“, sagt der Sohn einer Ghanaerin und eines Deutschen. Mit seinem ausgewählten Song, traf er dabei genau den Nerv der Jugendlichen. „Das Lied ist cool und schon was anderes im Vergleich zum Musikunterricht in der Schule“, so die einhellige Meinung der elf- bis vierzehnjährigen Nachwuchsmusiker. Doch das Programm von „TonLaage“ war nicht nur musikalisch. So bot Jugendsozialarbeiter Tim Kayatz einen Workshop zur Kameraführung und zur Bildgestaltung an. „Gemeinsam mit den Teilnehmern wollen wir dann das gesamte Konzert mit mehreren Kameras und einem Kran filmen“, sagt der 28-Jährige.

Seit vier Jahren gibt es das Projekt „TonLaage“, das sich längst im Veranstaltungskalender der Recknitzstadt etabliert hat. „Neben der Stadt Laage unterstützen uns mittlerweile auch viele regionale Firmen mit Spenden. Bei denen möchte ich mich herzlich bedanken, denn das Budget von 16 000 Euro muss man erst einmal stemmen“, sagt Johannes Kretschmann.

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