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Güstrower Anzeiger

19. Oktober 2017 | 14:54 Uhr

Laage : Laage muss weiter eisern sparen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kita-Neubau großer Investitionsbrocken in der Recknitzstadt

Im nächsten Jahr sind Kommunalwahlen – unsere Stadtvertretung und ihre Gremien werden sich verändern. Deshalb möchte ich mich zu allererst an unsere Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter und an die sachkundigen Einwohnerinnen und Einwohner wenden und ihnen danke sagen für die angenehme Arbeitsatmosphäre in unseren Gremien. Viele vergessen in den Diskussionen, die in unseren Straßen und Häusern geführt werden gerne einmal, dass ihre Arbeit für die Stadt ehrenamtlich ist. Die wenigsten nehmen wahr, dass alle nach ihrer täglichen Arbeit abends ins Rathaus kommen und zum Wohle aller ihren Arbeitstag um zwei, manchmal drei Stunden und mehr verlängern. Bei den Entscheidungen, die zu treffen sind, übernehmen sie eine große Verantwortung für die Gemeinschaft.

In den nächsten Wochen und Monaten steht mit der Verabschiedung des Haushaltes wieder eine wichtige Entscheidung an. Der interessanteste Teil unseres Haushaltes wird im kommenden Jahr und auch 2015 jedoch nicht der sogenannte Kernhaushalt sondern der Haushalt zum städtebaulichen Sondervermögen sein. Monatelang haben wir geredet, diskutiert, geplant und gebeten – nun steht es fest: Wir bekommen Fördermittel in Größenordnungen für den Neubau einer Kindertagesstätte. Mit 1,8 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsministerium und 1,455 Millionen Euro aus dem Innenministerium können wir zu Jahresbeginn starten. Ich bin stolz darauf, dass dies gelungen ist. Besonders freue ich mich, dass wir bei der Entscheidung zu den Kofinanzierungsmitteln aus dem Innenministerium nicht bis zum Frühjahr warten mussten und die Entscheidung für unser Vorhaben einstimmig gefallen ist. Das hat viel Kraft gekostet, aber es hat sich allemal gelohnt.

Andere Probleme, die uns im vergangenen Jahr bewegt haben, haben leider keine glückliche Lösung erfahren. So stand schon im Januar das Thema Insolvenz der Firma Adam zum ersten Mal an. Inzwischen sind die Lichter dort ganz ausgegangen. Für mich ein Grund mehr, an meinem Standpunkt festzuhalten, dass Wirtschaftsförderung um jeden Preis keinen Sinn macht. Ich bleibe dabei: Unternehmungen, die nur auf Förderungen basieren, wo Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer monatlich aufstocken und um ihren Arbeitsplatz bangen müssen, wo kein unternehmerisches Risiko mehr getragen wird, brauchen wir nicht.

Auch mit der Aufgabe kommunaler Selbstverwaltung mussten wir uns in diesem Jahr vor unserer Haustür, in unserer Nachbargemeinde Diekhof auseinandersetzen. Zwar war mit dem Bericht des ehemaligen Bürgermeisters der Gemeinde zur Haushaltssituation bereits im April abzusehen, was geschehen würde. Zum Rücktritt des Bürgermeisters und der Gemeindevertretung gibt es jedoch ganz unterschiedliche Auffassungen. Wie ausgeprägt in der Gemeinde Diekhof der Wunsch nach kommunaler Selbstverwaltung ist, wird sich nicht zuletzt die Wahlbeteiligung am 12. Januar zeigen.

2014 werden wir Themen, die ruhen mussten, wieder aufgreifen und mit neuen Vorstellungen und Ideen weiter vorantreiben. Dazu gehört die Mittagsversorgung in unserer Schule genauso wie das weitere Verfahren mit dem Saal im Speisegebäude. Die Lampen in Jahmen leuchten wieder, zumindest fürs erste. Mit den Einwohnern sind wir so verblieben, dass wir nun einen Planer beauftragten und uns dann gemeinsam an die Erneuerung der Beleuchtungsanlage machen.

Das Palliativzentrum greifen wir mit neuen Vorstellungen wieder auf, ebenso die Sanierung bzw. den Umbau der Hauptstraße 20 in ein modernes Verwaltungsgebäude.

Die Flughafen-GmbH wird uns auch im nächsten Jahr beschäftigen, es werden Entscheidungen fallen, die wir gemeinsam sorgfältig überlegen müssen.

Wir werden zusammen mit unserem Sanierungsträger ein Konzept erarbeiten wie wir – hoffentlich mit Hilfe der KFW – unsere Straßenbeleuchtungen gemäß Energieeinspargesetz umrüsten können. Wir werden uns intensiver mit den Vorbereitungen für unser Stadtjubiläum 2016 befassen. Und wir werden wieder eine Straße ausbauen und den nächsten barrierefreien Übergang schaffen. Im Mittelpunkt aber wird der Bau des neuen Kindergartens stehen.

Bei allem werden wir auch weiterhin sehr sparsam mit unseren Haushaltsmitteln umgehen. 2011 hatten wir seit Jahren wieder ein positives Jahresergebnis erarbeitet, 2012 stellte sich auch ganz gut dar. Das wird jedoch nur so bleiben, wenn wir weiterhin eisern sparen und die Kredite der Vergangenheit abbauen. Die Genehmigungsfreiheit unseres Haushaltes steht und fällt mit unserer finanziellen Leistungsfähigkeit. Solange wir in der Lage sind, das Saldo der laufenden Ein- und Auszahlungen, zu dem auch die planmäßige Tilgung unserer Kredite zählt, zum Ende des Haushaltsjahres im positiven Bereich zu halten, kommen wir einigermaßen über die Runden. Neue, zusätzliche Kredite aufzunehmen, ist also trotz verlockender Zinssätze nicht sinnvoll.

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