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Haushalt 2014 : Laage freut sich auf neue Kita

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mit 3,6 Millionen Euro größte Investition in Recknitzstadt 2014 / Stadtvertretung beschließt Haushalt / Kritik an doppischer Haushaltsführung

„Alle freuen sich über eine neue Kindertagesstätte“, betont Laages Bürgermeisterin Ilka Lochner-Borst. Mitte März kann die Brandruine der alten Grundschule abgerissen und Mitte Juni an der Stelle mit dem Bau der neuen Kita begonnen werden, informierte sie die Stadtvertreter, die am Mittwochabend einstimmig den Haushalt der Stadt beschlossen. Der Bau der Kita ist darin der größte Posten. 3,6 Millionen Euro sind veranschlagt. Bei einer großzügigen Förderung bleiben für die Stadt 365 000 Euro, die für das Vorhaben aufgebracht werden müssen. In die neue Kita mietet sich die Volkssolidarität ein und wird nach dann 49 Jahren aus einem inzwischen recht sanierungsbedürftigem Gebäude mit großer Kinderschar ins neue Domizil umziehen.


Ohne Abschreibungen wäre Laages Haushalt im Plus


Auf der Liste der geplanten Investitionen stehen außerdem ein Ausbau des Denkmalsweges (250 000 Euro), die Erneuerung der Straßenbeleuchtung in Jahmen (70 000 Euro) sowie auf einem Abschnitt der B 103 in Laage (50 000 Euro) und die Renaturierung der Recknitz auf dem Abschnitt zwischen Liessow und Laage (708 000 Euro). Der Recknitz-Posten wandert schon seit geraumer Zeit von einem Haushalt in den nächsten. Die Planung, so Lochner-Borst, liege inzwischen vor. Über das Bodenordnungsverfahren werden derzeit Flächentausche verhandelt. Danach könne das Flüsschen naturnah umgestaltet werden.

Während es gelingt, den Finanzhaushalt ausgeglichen zu gestalten, weist der Ergebnishaushalt ein Minus von 900 000 Euro aus (Aufwendungen 8,6 Millionen Euro/Erträge 8,1 Millionen Euro). „Wenn wir die Abschreibungen außen vor lassen, hätten wir ein Plus von knapp 500 000 Euro“, berichtet Laages Bürgermeisterin und stellt nicht zum ersten Mal das doppische Haushalts- und Rechnungswesen bei Kommunen in Frage. „Eine Kommune ist kein Unternehmen. Wir können Abschreibungen nicht steuerlich geltend machen und auch nicht über ein verkauftes Produkt refinanzieren“, erklärt Lochner-Borst und nennt ein Beispiel, das die Situation besonders verdeutlicht. Für Gemeindestraßen stehen im Haushalt Aufwendungen von 949 000 Euro, ohne Abschreibungen sind es nur 283 000 Euro. Der Etat ist trotz des Defizits genehmigungsfrei, weil das Innenministerium noch in diesem Jahr gestattet, ein Minus im Ergebnishaushalt außer Acht zu lassen. Der Finanzhaushalt ist mit 7,1 Millionen Euro auf der Einzahlungs- wie auf der Auszahlungsseite ausgeglichen. Aus der Sicht der Laager Bürgermeisterin müssten insbesondere hinsichtlich der Abschreibungen und der Rückstellungen (u.a. Pensionsrückstellungen, Altersteilzeit) neue Regelungen gefunden werden.

„Wir müssen weiter sparen“, resümiert Laages Bürgermeisterin. Kreditaufnahmen bleiben tabu. Das Haushaltssicherungskonzept wird weitergeführt und sollte im nächsten Jahr auf den Prüfstand gestellt und gegebenenfalls überarbeitet werden, kündigt Lochner-Borst an.

 

 

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erstellt am 30.Jan.2014 | 23:00 Uhr

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