zur Navigation springen

Kontroverse Debatte : „Laage first“ war gestern

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Laager Ortsteile wollen mehr – regionales Entwicklungskonzept soll Dörfer in die Zukunft leiten.

von
erstellt am 05.Okt.2017 | 21:00 Uhr

„Amerika first“, heißt es gefühlt täglich bei US-Präsident Donald Trump. „Laage first“ steht in der Recknitzstadt zumindest zur Diskussion. Ein Konzept für die Entwicklung der Ortsteile soll jetzt erarbeitet werden. Das beschloss die Stadtvertretung Mittwochabend.

Christoph Schulze-Harling verließ die Sitzung allerdings ziemlich enttäuscht. Er wohnt in Jahmen und vermisste eine weitergehende Debatte zu einem Entwicklungskonzept. Nur eines nahm er mit: Diskutiert werden soll in Fachausschüssen und in Fraktionen – nicht öffentlich. „Ich wünsche mir eine Einbeziehung der Bürger“, sagt der Jahmener und formuliert auch gleich, was ihm wichtig wäre: „Unser Dorfgemeinschaftshaus in die Zukunft retten.“

Stadtvertretervorsteher Jürgen Schwießelmann machte mehrfach klar, dass es erst einmal um eine Grundsatzentscheidung ging. Will man so ein Entwicklungskonzept oder nicht. Man will. Für das Stadtgebiet gibt es das Integrierte Stadtentwicklungskonzept – 2013 zuletzt Thema in der Stadtvertretung. Schon damals hatte Wolfgang Boldt (Wählergemeinschaft Ortsteile) so etwas auch für die Dörfer gefordert und dieses Ansinnen dann und wann wiederholt. Nun soll der Gedanke zur Tat reifen. „Wo wollen wir mittel- und langfristig hin und was ist dazu zu tun?“, fragt Boldt und denkt dabei an Themen wie Wohnbebauung, Kinderbetreuung und Versorgungseinrichtungen. Wie wird sich die Zahl der Einwohner entwickeln? Wo werden künftig Spielplätze gebraucht, wo eher Seniorensportplätze. Boldt: „Es ist an der Zeit, alles einmal zu betrachten und Schlussfolgerungen daraus zu ziehen.“

Wie aber geht man es an? Konzept im Rathaus erarbeitet oder Externe beauftragen? „Wir leisten jetzt erst einmal die Vorarbeit für die Ausschüsse und Fraktionen“, kündigt Petra Müller, 1. Stadträtin, an und fügt hinzu: „Wir werden in Zukunft mehr über die Ortsteile nachdenken.“ Der Beschluss sei noch nicht mehr als eine pure Willensbekundung. „Aber das Signal ist uns schon mal wichtig“, sagt die 1. Stadträtin. Übrigens: Laage hat aktuell 5781 Einwohner – 3308 in der Stadt und 2473 in den Dörfern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen