Laage : Laage ein bisschen verschönern

Die kleine Gruppe der Müllsammler: Ingeborg Timm, Rüdiger Rachow, Hannelore Sievert und Anne-Barbara Kretschmann.
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Die kleine Gruppe der Müllsammler: Ingeborg Timm, Rüdiger Rachow, Hannelore Sievert und Anne-Barbara Kretschmann.

Christophorus-Kirchengemeinde bittet in der Fastenzeit immer am Donnerstag zum Müllsammeln

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04. März 2016, 05:00 Uhr

Wer mit dem Auto aus Richtung Pinnow nach Laage fährt oder an der Stelle die Recknitzstadt verlässt, nimmt den Unrat am Straßenrand vielleicht nur aus einem Augenwinkel wahr. Fußgängern und Radfahrern dürften der Müll schon deutlicher ins Auge springen. Gestern wurde aufgeräumt. Hannelore Sievert, Ingeborg Timm, Rüdiger Rachow und Pastorin Anne-Barbara Kretschmann haben sich erbarmt und säckeweise Müll eingesammelt. Es ist eine ganz bewusste Aktion in der Fastenzeit, die am nächsten Donnerstag – Treff um 13 Uhr am Pfarrhaus – fortgesetzt wird.

Beim Fasten gehe es nicht nur um Verzicht. „Fasten hat auch damit zu tun, dass wir uns reduzieren – auf das Wesentliche. Etwas Wesentliches, das uns umgibt, ist die Schöpfung, ist die Natur“, versucht Anne-Barbara Kretschmann zu erklären. Aber die Natur – zum Beispiel an der Pinnower Straße – sei so verdreckt, dass von der Schönheit kaum mehr etwas zu erahnen sei. Sicher, so gesteht die Pastorin, könne man auch verzweifeln. Wenn sie an Kinder und Enkelkinder denkt und daran, in welchem Zustand man ihnen diese Welt hinterlässt, könne schon mal ein zweifelnder Gedanke aufkommen. Dennoch könne jeder einen Beitrag leisten, auch wenn es nur ein kleiner ist, meint die Pastorin und beklagt sich nicht, dass man nur zu Viert den Müll einsammelte. „Vielleicht sind es am nächsten Donnerstag mehr Helfer“, äußert sich Anne-Barbara zuversichtlich.

„Hier halten die Laster an. Die Fahrer holen sich im Einkaufsmarkt etwas zum Essen und die Reste landen am Straßenrand“, erklärt sich Rüdiger Rachow die Situation und fügt hinzu: „Hier und im Bereich der Schulen sieht es am schlimmsten aus.“ Plastiktüten, Trinkbecher, Verpackungsmaterial, Scherben und Bonbonpapier wurden eingesammelt. „Auch erstaunlich viele Schnapsflaschen“, merkt Hannelore Sievert an und schüttelt den Kopf. Die Pinnower Straße sei auch keine Ausnahme, überall an den Straßenrändern würde Müll liegen.

„Wenn die Christophorus-Kirchengemeinde Laage ruft, komme ich gern“, sagt Ingeborg Timm. „Die Kirchengemeinde, das bin auch ich“, erklärt sie dazu.

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