Güstrow : Kutter im Winterquartier

Treff im Bootsschuppen: Sven-Erik Muskulus, Peter Schüller und Uwe Lieder (v. l.) beraten, was über Winter an dem Kutter „Herrmann Schröder“ gemacht werden soll.
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Treff im Bootsschuppen: Sven-Erik Muskulus, Peter Schüller und Uwe Lieder (v. l.) beraten, was über Winter an dem Kutter „Herrmann Schröder“ gemacht werden soll.

Ausflugskahn „Herrmann Schröder“ nach erfolgreicher Saison jetzt im Bootshaus eingelagert

svz.de von
13. November 2014, 20:44 Uhr

„Ab in den Bootsschuppen“ hieß es unlängst für den Traditionskutter „Herrmann Schröder“ am Güstrower Inselsee sowie für die anderen Boote an der Ausleihstation. Von Mai bis Oktober war der Kutter mit Ausflugsgästen über den Inselsee geschippert: Das zweite Jahr immer freitags und sonntags nach einem festen Fahrplan mit drei Anlegestellen: dem Kurhaus, dem Klubhaus und dem Fährhaus am Inselseekanal. Wie bei einem Bus war dabei das Zu- und Aussteigen an allen Stationen möglich.

Bootsbetreiber Sven-Erik Muskulus ist zufrieden mit der Saison, wenn auch mit ein paar Einschränkungen: „In den Ferien war der Kutter, wenn er fahrplanmäßig fuhr, immer gut ausgelastet. Außerhalb der Ferien sah dies manchmal anders aus“, meint er. Dennoch sei der Kutter auch dann fahrplanmäßig gefahren, wenn z. B. an der ersten „Haltestelle“ kein Fahrgast stand. „Man wusste ja nie, ob nicht an der nächsten Anlegestelle jemand wartet“, so Muskulus. Während die Möglichkeit zu Charterfahrten über den See bereits vielen bekannt sei und gut genutzt werde, müssten sich die fahrplanmäßigen Angebote künftig noch mehr herum sprechen, vermutet Muskulus. Erstmals am Ruder saß in dem Ausflugsboot diesmal der Güstrower Uwe Lieder. „Er hat das sehr gut gemacht“, sagt sein Chef Sven-Erik Muskulus. Gestern trafen sich beide mit Peter Schüller vom Verein „Wasser in Güstrow“, dem der Kutter gehört, im Winterquartier. Sie berieten, welche Arbeiten an dem Holzboot erledigt werden sollen, damit es im nächsten Jahr wieder fahrtüchtig ist. Doch nur für Touren auf dem Inselsee.

Denn eines stehe jetzt schon fest, meint Sven-Erik Muskulus: Im nächsten Jahr wird die „Herrmann Schröder“ nicht mehr zweimal die Woche von Güstrow aus mit dem Trailer nach Schwaan fahren, wo es dann auf Tour die Warnow entlang nach Bützow und zurück fuhr. „Der Verein hat die Sorge, dass das Boot das ständige Umsetzen nicht nochmal aushält. Deshalb wird es im nächsten Jahr nicht nochmal auf der Warnow eingesetzt“, sagt er. Dafür müsse dann endgültig ein neues Boot her. Für dessen Anschaffung haben die Städte Bützow und Schwaan finanzielle Unterstützung zugesagt.

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