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Güstrower Pfarrkirche bis 31. Januar geschlossen : Kurze Auszeit für ehrenamtliche Helfer

vom

25 ehrenamtliche Helfer sorgen dafür, dass die Güstrower Pfarrkirche "St. Marien" das ganze Jahr geöffnet bleibt. Doch auch sie brauchen eine Pause. Deshalb ist die Pfarrkirche bis zum 31. Januar geschlossen.

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erstellt am 23.Jan.2012 | 10:35 Uhr

Güstrow | 25 ehrenamtliche Helfer sorgen ständig dafür, dass die Güstrower Pfarrkirche "St. Marien" das ganze Jahr geöffnet bleibt. Doch auch sie brauchen mal eine Verschnaufpause, sagt Pastor Matthias Ortmann. Deshalb ist die Pfarrkirche seit Sonnabend und noch bis zum 31. Januar geschlossen. "Wir nutzen die derzeitige Saure-Gurken-Zeit auch, um Überstunden abzubauen. Aber wer unbedingt in die Kirche will, bekommt von mir den Schlüssel", verspricht der Güstrower Pastor.

Noch bis Gründonnerstag, 5. April, finden die Gottesdienste der Pfarrgemeinde zudem nicht in der Kirche, sondern im gegenüberliegenden Gemeinderaum statt. "Hier können wir heizen, die Kirche hat nur sechs Grad", sagt Ortmann. Er freut sich, dass gerade diese Gottesdienste im Gemeinderaum gut angenommen werden. "Wir haben hier 60 Stühle und müssen oft noch welche dazu stellen." Dennoch sinkt die Zahl der Gemeindeglieder der Pfarrgemeinde immer weiter. Aktuell sind es noch 1350. "Aber wenn ich nur auf Zahlen aus wäre, würde ich kaputt gehen", sagt Ortmann in seiner offenen Art. "Wichtig ist mir, dass die Leute die Gottesdienste annehmen und gerne kommen." Allein Heilig Abend seien es bei zwei Gottesdiensten mehr als 900 Besucher gewesen. "Es ist natürlich toll, wenn die Kirche voll ist, aber das ist nicht der Alltag in der Gemeinde. Der Alltag ist die tägliche Begegnung mit dem Einzelnen und das Angerührtwerden des Einzelnen durch den Heiligen Geist", sagt Ortmann. So hätten sich diesen Monat bereits drei Leute entschieden, wieder in die Kirche einzutreten. "Wir freuen uns über jeden, der kommt."

Jubelfest für Konfirmanden

Auf jeden, der kommt, freut sich Ortmann auch beim diesjährigen großen Fest der Diamantenen und Goldenen Konfirmation in der Güstrower Pfarrgemeinde. Am 5. und 6. Mai sind alle eingeladen, die 1951/52 sowie 1961/62 in der Pfarrkirche konfirmiert wurden. "Aber auch diejenigen gehören dazu, die in diesen Jahren woanders konfirmiert wurden und heute in unserer Gemeinde leben", sagt er. Am 5. Mai geht es um 16.30 Uhr mit einem Konzert in der Pfarrkirche los. Danach ist ein Abend der Begegnung geplant.

Aktuell erstellt Ortmann noch die Namenslisten für dieses Großereignis und schreibt alle goldenen und diamantenen Konfirmanden an. Anfang der 1950er-Jahre waren es rund 360, Anfang der 1960er-Jahre noch rund 200. "Es ist immer wieder ein Abenteuer, wer kommt", sagt der Pastor. "Viele sind mittlerweile aus der Kirche ausgetreten und fragen mich, ob sie dennoch kommen dürfen. Meine Antwort ist dann immer: Natürlich!", so Ortmann. Es handele sich aber nicht um ein Klassentreffen, sondern um die Erneuerung des Segens der Konfirmation, fügt er an. Beim Gottesdienst am Sonntag werden alle Jubelkonfirmanden eingesegnet und erhalten eine Urkunde. Anschließend ist ein Stadtrundgang geplant.

Pastor Ortmann freut sich auf die spannenden Lebensgeschichten auf diesem Fest. Er ruft alle diejenigen Jahrgänge, die es betrifft, auf, sich in der Pfarrgemeinde zu melden. "Gut wäre es auch, wenn Adressen weitergegeben werden könnten von Leuten, die nicht mehr in Güstrow wohnen", sagt er. Anmeldungen für die Diamantene und Goldene Konfirmation in der Güstrower Pfarrkirche unter Telefon 0 38 43/68 20 77.

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