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„Villa Kunterbündnis“ : „Kunterbündnis“ zieht ins Postamt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Nicht mehr genug Platz für Begegnungsstätte in Enger Straße / Arbeit soll wie bisher fortgeführt werden / Gründung einer Stiftung geplant

Nun also doch: In der „Villa Kunterbündnis“ in der Engen Straße in Güstrow werden Umzugskartons gepackt. Die sozio-kulturelle Begegnungsstätte zieht mit sämtlichen Angeboten und Projekten ins Dachgeschoss des Postgebäudes am Pferdemarkt. „Ja, es stimmt, wir verlassen voraussichtlich zum Monatsende unser Domizil“, bestätigt Leiterin Karen Larisch auf SVZ-Nachfrage. Das hatte sich im Dezember 2013 noch ganz anders angehört. Da wollte Larisch noch unbedingt am Standort in der Engen Straße festhalten (SVZ berichtete).

Doch damals sei die Situation, vor allem auch mit der Finanzierung der laufenden und kommenden Projekte, noch unklar gewesen, so Larisch gestern. Für neue Vorhaben brauche die „Villa“ mehr Platz. Da eine räumliche Erweiterung in der Engen Straße nicht möglich gewesen sei, habe man gesucht und sei im Dachgeschoss des Postamtes fündig geworden. „Schon für unser aktuelles Projekt, die Dienstleistungsbörse, hatten wir in der Engen Straße nicht mehr ausreichend Platz“, sagt Larisch. Mit dem bisherigen Vermieter habe es laut ihrer Aussage keine Probleme gegeben. „Ich bin traurig, dass wir hier ausziehen, und der Vermieter sicherlich auch“, sagt Karen Larisch.

„Wir werden uns umorientieren, aber die Arbeit, die wir bisher geleistet haben, am neuen Ort fortführen“, versichert die Leiterin der „Villa Kunterbündnis“. Der mit der Stadt abgestimmte Plan bestehe darin, den neuen Standort zudem langfristig zu einer Begegnungsstätte für die Einwohner der Innenstadt zu profilieren. So könnten dort unterschiedliche Projekte angesiedelt werden. Zudem plant Karen Larisch die Gründung einer Stiftung, in die Unternehmen und Einzelpersonen investieren können, um einzelne Projekte zu unterstützen. Damit will sich Larisch unabhängiger von der oft unsicheren Landesförderung machen.


Theater zur Einweihung des neuen Domizils


Am 1. Februar hofft Karen Larisch, den Umzug bewältigt zu haben. Im April werde dann zu einem Tag der offenen Tür in die neuen Räume am Pferdemarkt eingeladen, kündigt sie an. Auch dafür studieren gerade 15 Kinder, Jugendliche und Erwachsene ein Theaterstück ein. „Ursprünglich hatten wir vor, unser Märchen in der Vorweihnachtszeit aufzuführen. Aber dann kam die Suche nach den neuen Räumlichkeiten und die veränderte Förderlage dazwischen“, erklärt Karen Larisch. Nun wolle man die Inszenierung zur Einweihung des neuen Domizils zeigen. Dem Stück liegt die Idee der „Märchen aus Tausendundeiner Nacht“ zugrunde. Um ihr Leben zu retten, erzählt die schöne Scheherazade dem Sultan jeden Abend eine spannende Geschichte, insgesamt 1001. „Wir stellen in unserem Stück aber nur zehn Märchen vor, die vom Publikum erraten werden müssen“, schmunzelt Karen Larisch, die die Rolle der Scheherazade übernommen hat. In der Pause ist die Aufführung von Tänzen geplant. Diana Oganjan ist gegenwärtig dabei, in der „Villa Kunterbündnis“ eine Tanzgruppe aufzubauen. „Wer mindestens sechs Jahre alt ist und mitmachen möchte, ist bei uns herzlich willkommen“, wirbt Diana Oganjan.


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