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Güstrower Anzeiger

12. Dezember 2017 | 15:17 Uhr

Ausstellung : Kunst in den Nordbezirken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Schloss Güstrow zeigt ab Sonnabend Werke aus der DDR-Zeit

Zum 25jährigen Bestehen des nordöstlichen Bundeslandes zeigt das Staatliche Museum Schwerin auf Schloss Güstrow eine Auswahl aus der umfangreichen Kunstsammlung des Landes: Gemälde, Arbeiten auf Papier, Skulpturen, Objekte, Installationen, Medienkunst.

Die in den 1980er-Jahren entstandenen Werke übernahm das Schweriner Kultusministerium überwiegend von den für Kunstförderung zuständigen Institutionen der Nordbezirke der DDR. Die künstlerische Relevanz solcher Arbeiten wird in jüngster Zeit wiederentdeckt. Das gilt für gesellschaftlich engagierte und dabei durchaus systemkritische Auftragswerke ebenso wie für Stillleben und Landschaftsbilder.

Eine besondere Attraktion der Ausstellung bildet Thomas Zieglers vierteilige Arbeit mit den Porträts sowjetischer Soldaten, die der Künstler selbst als Perestroika-Bild verstand. Auf der X. Kunstausstellung der DDR 1987/88 in Dresden sorgte es für heftige Diskussionen.

Das Land hat es sich zur Aufgabe gemacht, die in der DDR begonnene Sammeltätigkeit fortzusetzen. Seit 1994 kauft es jährlich Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern, die in Mecklenburg-Vorpommern arbeiten.
Die Ausstellung bietet einen Überblick über drei Jahrzehnte Kunstschaffen in der
Region. Neben einer Fülle individueller Handschriften und unterschiedlicher künstlerischer Orientierungen ist vor allem Eines zu beobachten: Bei den ausgestellten Werken spielen die inhaltliche Botschaft oder das politische System, unter dem sie entstanden, eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht das künstlerische Anliegen: die Auseinandersetzung mit Farbe, Form, Komposition, Material und Raum.

Die erworbenen Werke werden Ministerien und Landesbehörden zur Verfügung
gestellt und in Ausstellungen gezeigt.

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