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Güstrower Anzeiger

23. November 2017 | 19:57 Uhr

Alkoholmissbrauch : Kunst gegen Komasaufen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

DAK startet Kampagne „bunt statt blau“ und sucht die besten Schüler-Plakate gegen Alkoholmissbrauch

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto startet die DAK-Gesundheit jetzt offiziell ihre Kampagne „bunt statt blau“ zur Alkoholprävention in Güstrow. Bereits zum 6. Mal sucht die Krankenkasse die besten Plakate gegen das Rauschtrinken. Hintergrund: 2013 kamen bundesweit rund 25 000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Obwohl die Zahl der Betroffenen insgesamt leicht zurückging, fordern Experten eine weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens.

„bunt statt blau“ will kreativ über die Gefahren von Alkohol informieren. Alle Schulen in der Region Güstrow/Bützow/Teterow können teilnehmen. Beim „Komasaufen“ gab es 2013 im Landkreis Rostock mit 32 Betroffenen einen Rückgang um 42,9 Prozent. Davon im Alter von zehn bis 15 Jahren fünf Jungen und vier Mädchen, im Alter von 15 bis 20 Jahren elf Jungen und zwölf Mädchen „Schon zehnjährige Kinder landen betrunken in einer Klinik“, sagt Christiane Köster von der DAK-Gesundheit. „Eine Antwort auf diese Entwicklung ist, Schüler früh und offen über Alkoholmissbrauch aufzuklären. Bei ,bunt statt blau’ werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken, was diese Präventionskampagne so besonders macht.“


Schüler bekennen Farbe


Seit 2010 haben bundesweit 62 000 junge Künstler bunte Plakate gegen das Rauschtrinken gemalt, darunter auch viele Schüler aus der Region Güstrow. Die Kampagne „bunt statt blau“ wird von Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt. „Ich finde die Aktion wichtig, weil Jugendliche sich für den Wettbewerb intensiv mit dem riskanten Rauschtrinken auseinander setzen“, erklärt Christiane Köster. „Mit ihren bunten Plakaten bekennen junge Künstler Farbe. So kommen Schüler und Lehrer bei dem schwierigen Thema Alkoholmissbrauch neu ins Gespräch“, fügt sie hinzu.

Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 31. März. Anschließend werden in allen Bundesländern die besten Siegerplakate ausgezeichnet. Im Juni wählt dann eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Marlene Mortler, und der Band „Luxuslärm“ den Bundesgewinner. Es gibt wertvolle Geld- und Sachpreise zu gewinnen.


Auszeichnung für „bunt statt blau“


Der Sucht- und Drogenbericht der Bundesregierung lobt „bunt statt blau“ seit Jahren als erfolgreiches Präventionsprojekt gegen den Alkoholmissbrauch von Jugendlichen. Die erfolgreiche Gesundheitskampagne wurde mehrfach ausgezeichnet, aktuell mit dem „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“.



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