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Güstrower Anzeiger

19. November 2017 | 09:57 Uhr

Per Knopfdruck : Kunst aus dem Automaten

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Unterrichtsstunde auf dem Franz-Parr-Platz / Gemeinsames Projekt von Kunsthaus und Anne-Frank-Schule

von
erstellt am 27.Okt.2014 | 23:30 Uhr

An diesem Automaten gibt es keine Süßigkeiten und schon gar keine Zigaretten. Passend zum Umfeld wird er Kunst auf Knopfdruck „ausspucken“. Gestern hatten Schüler der Anne-Frank-Schule einen Heidenspaß dabei, den Kunstautomaten auf dem Franz-Parr-Platz so zu gestalten, dass er auch jedem ins Auge springt.

Es ist ein gemeinsames Projekt des Kinder-Kunst-Hauses, der Anne-Frank-Schule und der Stadt Güstrow. „Lobbyarbeit für die Kunst“, sagt Barbara Wetzel. Es gehe darum, Kunst mehr ins tägliche Leben zu rücken, fügt die Bildhauerin, die im Kunsthaus arbeitet, hinzu. Steckt man drei Euro in den Automaten und drückt eine Taste, so kommt eine Schachtel mit einem kleinen Kunstwerk heraus. Das kann ein Druck, aber auch ein kleines Objekt von Künstlern aus der Region und darüber hinaus sein. Beigelegt sind Informationen zum Künstler und zu seiner Kunst.

„Ich habe so einen Automaten in Waren/Müritz gesehen“, berichtet Sebastian Berg und fügt hinzu, dass eben so ein Kunstautomat in Güstrow noch gefehlt habe. Der CDU-Stadtvertreter rannte mit seiner Idee offene Türen ein, fand Unterstützung bei der Stadt und bei einem Verein, der in Deutschland und darüber hinaus solche Automaten betreibt. „Uns kostet das nichts“, betont Berg. Alles sei Sache des Vereins. Lediglich die Gestaltung wollte man selbst übernehmen.

Die elf- bis 13jährigen Schüler erleben ihren Werkunterricht im Kunsthaus. „Wir sind interessiert daran, Dinge auch mal außerhalb der Schule zu machen“, erklärt Klassenlehrerin Tina Geske. Das Projekt habe sich geradezu angeboten. Die Schüler haben Schablonen gefertigt, im Kunsthaus schon einmal ausprobiert, wie das mit der Sprühdose funktioniert, mussten geduldig sein und konnten gestern endlich ihr Werk unter Anleitung von Barbara Wetzel vollenden. Der Kunstautomat sollte nicht nur bunt sein, sondern durchaus ästhetischen Anforderungen genügen. „Für die Schüler ist es mal ganz etwas anderes, hier etwas zu schaffen, was im öffentlichen Raum für jedermann sichtbar ist“, sagt Klassenlehrerin Tina Geske.


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