Karower bedauern Konzentration der Feuerwehr in Lüssow : Kulturverein will ins Feuerwehrhaus

<strong>Andreas Kölpin </strong>(l.), Vorsitzender, und Uwe Graf, Geschäftsführer des Karower Kulturvereins, machen deutlich, dass der Verein in das nun nicht mehr benötigte Feuerwehrhaus einziehen will. Foto: Christian Menzel
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Andreas Kölpin (l.), Vorsitzender, und Uwe Graf, Geschäftsführer des Karower Kulturvereins, machen deutlich, dass der Verein in das nun nicht mehr benötigte Feuerwehrhaus einziehen will. Foto: Christian Menzel

Mit Unverständnis registrierten die Gäste auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in Karow den Beschluss der Gemeindevertretung Lüssow, den Sitz der Freiwilligen Feuerwehr Lüssow/Karow nach Lüssow zu verlegen.

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29. März 2013, 06:30 Uhr

Karow | Mit Unverständnis registrierte man in Karow den jüngsten Beschluss der Gemeindevertretung Lüssow, den Sitz der Freiwilligen Feuerwehr Lüssow/Karow nach Lüssow zu verlegen. Wenn das aber sein muss, dann will man wenigstens das Gebäude in Karow künftig als Kulturzentrum nutzen, machten zahlreiche Gäste auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung in dieser Woche in Lüssow deutlich. "Anders als in Lüssow und Strenz haben wir in Karow keinen Kulturtreff. Das soll sich ändern", betonte Uwe Graf, Vorsitzender und Geschäftsführer des Karower Kulturvereins und hatte auch gleich einen vom Verein initiierte Unterschriftensammlung mit 86 Namen darauf mit gebracht.

"Die Wehr schrumpft und kann sich keine zwei Standorte leisten. Die Gemeindevertretung ist mehrheitlich der Empfehlung gefolgt, den Standort Karow aufzugeben", erklärte Bürgermeister Wilfried Zander. Für Alfred Hammermann ist das "der größte Blödsinn", den er in seiner über 60-jährigen Zugehörigkeit zur Wehr gehört habe. "Das Haus wurde 1999 gebaut. 400 000 Mark kamen damals von der Gemeinde, 200 000 vom Feuerwehrverband und 70 000 haben die Kameraden als Eigenleistungen erbracht. Wir haben zwei Stellflächen, einen Ölabscheider, moderne Sanitäranlagen", zählte Hammermeister auf, der damals an der Spitze der Wehr stand. Nun seien die Kameraden in ein marodes Gebäude gezogen, in das sicher noch viel investiert werden müsse. "Und das in einer Zeit, in der wir alle sparen müssen", schimpfte er.

Aufgebracht waren die Karower, weil sich ein Gerücht wie ein Lauffeuer den Weg durchs Dorf bahnte. Es hieß, dass die Gemeinde das Haus verkaufen oder für eine gewerbliche Nutzung verpachten wolle. "Nichts dergleichen haben wir vor", versicherte allerdings Bürgermeister Zander am Mittwochabend.

Vereinschef Andreas Kölpin appellierte an die Gemeindevertreter: "Der Kulturverein arbeitet ehrenamtlich und auch in eurem Interesse. Wir sind mit Herzblut dabei, etwas für den Ortsteil zu tun." Die Vereinsmitglieder würden eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und auch finanzielle Unterstützung durch diese erwarten." Gemeindevertreter Horst Mauck schlug eine Einwohnerversammlung mit den Gemeindevertretern in Karow vor. "Genau, wir sollten viel mehr miteinander sprechen", gab ihm Cornelia Verch von den Besucherstühlen aus Recht.

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