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Kultur Aktuell 2013 : Kulturverein setzt auf lokale Akteure

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kultur aktuell 2014: Verein „Alte Synagoge“ Krakow am See

Stark auf Mitwirkende aus der Region setzt der Kulturverein „Alte Synagoge“ auch in diesem Jahr bei seiner Programmgestaltung. Das zeigte sich schon bei den ersten beiden Veranstaltungen: Der ehemalige Krakower Hans-Peter Hahn gestaltete den kulturellen Teil des Neujahrsempfangs, der durch den Kulturverein verantwortet wird. Und mit Anna Lena Schöbe und Marvin Seeharsch sind unter den Ausstellern bei der Landesexposition des künstlerischen Sommerkurses, die derzeit in der Synagoge zu sehen ist, auch zwei Krakower Schüler. „Wir verstehen uns als Haus der Stadt und wollen daher auch Menschen aus der Region eine Plattform geben“, sagt Annerose Wendt, die kürzlich 70 gewordene Vereinsvorsitzende.

Vier weitere Ausstellungen bilden 2014 die Klammer für den regelmäßigen Anlaufpunkt in dem ehemaligen Gotteshaus.

So präsentiert der Malchower Michael Voss vom 22. März bis 17. Juni „Plastiken und Schmuck“.

„Chinesische Tuschemalerei und Schmuck“ zeigt eine aus dem Reich der Mitte stammende Künstlerin, die in Güstrow zu Hause ist. Die Vernissage für diese bis Mitte September laufende Exposition ist am 21. Juni.

Victor Lewitzki zeigt vom 20. September bis 21. November seine Fotos mit „Jüdischen Emigranten“.

Und anknüpfend an die viel beachtete Fotoexposition „Das andere Lächeln“ von Frank Eilrich ist die Weihnachtsausstellung dieses Jahr Produkten von Mitarbeitern der Güstrower Werkstätten gewidmet (Beginn: 30. November).

Lesungen, Konzerte, Puppentheater: Sehr verschiedenartig sind die Veranstaltungen, die der Kulturverein organisiert (siehe Übersicht). In der Regel finden sie in der Alten Synagoge statt, aber auch außerhalb seiner Heimstätte beteiligt sich der Verein am Geschehen im Luftkurort. Beispiele für das Mitwirken sind da die 9. Museentour rund um Krakow am See mit dem Fahrrad, die für den 12. April im Krakower Veranstaltungskalender steht. In Erinnerung an den gestorbenen langjährigen Exkursionsleiter zum Obersee, Dr. Wolfgang Neubauer, soll diese besondere Art der Reise in die nahe Natur fortgesetzt werden. Ein Nachfolger sei mit Dr. Sebastian Lorenz auch bereits gefunden, sagt Annerose Wendt. Offen sei noch der Termin, der wegen der Brutfolge der Vögel immer kurzfristiger festgelegt werden müsse.

Annerose Wendt ist froh, das der 90 Mitglieder starke Kulturverein wieder solch ein umfangreiches und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt bekam, und dass großenteils Menschen aus der Region darin mitwirken. Beispiele wären da die „Schreiberlinge“ oder die „Bogabundas“, oder auch die Partnerschaft mit dem Güstrower Schnick Schnack beim Jahreshöhepunkt des Vereins, dem Irish-Abend openair. „Wenn man gute Leute vor der Haustür hat, muss man ja keine holen“, meint sie.

Und: Wenn man so viele Mitgestalter aus dem eigenen Ort oder aus der nicht so weiten Umgebung einbindet, könne sich ein Verein auch der Hilfe vieler sicher sein. Nicht nur die Stadt fördere deshalb das für die Ausstrahlung als Luftkurort wichtige Element „Alte Synagoge“. Auch mit der Schule gebe es eine intensive Zusammenarbeit, sagt Annerose Wendt, nicht zu vergessen die finanzielle Unterstützung durch Sponsoren, privat und Unternehmen aus der Stadt und der Umgebung. „Dennoch müssen auch wir mit dem Budget haushalten“, sagt die Vereinsvorsitzende. Doch sie sei sicher, dass es demnächst klappen wird mit dem dringend benötigten neuen Klavier: „Zum Frühlingskonzert mit Christiane Klonz steht es.“

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