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Welttag der Kulturellen Vielfalt : Kulturelle Vielfalt auf der Bühne

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Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Der Welttag der Vereinten Nationen findet am 22. Mai auch im Ernst-Barlach-Theater – die Mitwirkenden kommen aus vielen Ländern.

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erstellt am 18.Mai.2017 | 12:00 Uhr

Eine lange Geschichte hat der Welttag der Kulturellen Vielfalt noch nicht. 2001 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen, ihn jedes Jahr an einem Tag im Mai zu feiern. Im Güstrower Ernst-Barlach-Theater steht der Welttag der Kulturellen Vielfalt am 22. Mai auf dem Spielplan. Es wird nach dem Start 2015 die dritte Veranstaltung dieser Art sein, die der Verein der Freunde und Förderer des Ernst-Barlach-Theaters organisiert.

„Wir wollten vor zwei Jahren ein deutliches Zeichen gegen die beginnende Ablehnung und Anfeindung von Flüchtlingen setzen“, erinnert Vereinsvorsitzende Heidemarie Beyer. Die Idee hatten die Güstrower von den Theaterfördervereinen in Greifswald und Stralsund übernommen. Doch im Gegensatz zu diesen Theatern kann Heidemarie Beyer mit ihren Vereinsmitgliedern nicht auf ein künstlerisches Ensemble, das den Abend bestreitet, zurückgreifen. „Wir haben Menschen aus der Region angesprochen und sind auf viel Zustimmung getroffen“, blickt Heidemarie Beyer zurück. War vor zwei Jahren der Iraner Hani Navaresi – unvergessen seine Interpretation von Goethes „Heidenröslein“ – der einzige Asylbewerber, der in dem Programm mitwirkte, so sieht das zur dritten Auflage schon ganz anders aus. „Wir konnten viele Menschen aus anderen Ländern für Auftritte gewinnen und bringen dadurch tatsächlich eine kulturelle Vielfalt auf die Bühne“, sagt die Vereinsvorsitzende.
Einige Beispiele: Eröffnen wird den Abend der Schulchor der Johann-Pogge-Schule Lalendorf. Die erst 13-jährige Ani Saidova aus Armenien wird Kompositionen von Franz Schubert und Johannes Brahms spielen. Vietnamesinnen, die in der Region leben, werden Tänze ihrer Heimat vorstellen und haben sich dafür extra Kostüme geschneidert. Conny Brock vom Bücherhotel Groß Breesen wird eine Erzählung von Anne Gießer lesen. Der syrische Regisseur Khaled Dyab Agha, der durch seinen Dokumentarfilm „Ein neues Leben“ bekannt wurde, wird zwei Lieder vortragen und dabei von einem Iraner auf der Gitarre begleitet. Aren Oganesian aus Armenien, der in Güstrow wieder zum Geigenspiel fand, wird, begleitet von seiner Frau am Klavier, ein Stück von Aram Chatschaturjan aufführen.

„Musik und Texte für Toleranz, Freiheit und Solidarität“ ist diese Veranstaltung am Montag um 19.30 Uhr im Ernst-Barlach-Theater überschrieben. Der Förderverein hofft, dass sich viele Menschen aus der Region von dem vielfältigen Programm ansprechen lassen und ins Theater kommen.




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