Kunstpreis : Künstler sollen „Auswege“ finden

setzen sich für kultur in der stadt ein - dr monika passow und prof ingbert gans organisierten bisher die kunstnacht
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Stadt Güstrow vergibt nächstes Jahr zum 14. Mal Kunstpreis Ökologie im Rahmen der Ausstellung „Kunst und Umwelt“ in der Wollhalle

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11. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Die Barlachstadt hat kommendes Jahr wieder einen Kunstpreis zu vergeben – und zwar den 14. Kunstpreis Ökologie. Alle zwei Jahre verleiht die Stadt diese bundesweit begehrte Anerkennung immer am Ende der großen Sommerausstellung „Kunst und Umwelt“ in der Städtischen Galerie Wollhalle. Die Ausstellung, vom 11. Mai bis 6. Juli 2014, und der Preis, verliehen im Rahmen der Finissage am 6. Juli, stehen dieses Mal unter dem Thema „Auswege“.

Künstler aller Genres – ob Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie oder Installation – können sich bewerben. Die Ausschreibung ist jetzt erfolgt, Bewerbungsschluss ist der 21. Februar 2014. „Erfahrungsgemäß kommen im Januar die ersten Bewerbungen“, sagt Monika Passow von der Wollhalle. Sie erläutert auch das Thema, auf dass sich die dreiköpfige Jury nach langen Diskussionen geeinigt hat: „Der Umgang mit unserer natürlichen Lebensumwelt, deren Ausbeutung zum Zwecke des technischen Fortschritts bestimmt seit Jahrzehnten die gesellschaftliche Diskussion. Der Spagat zwischen Ökologie und Ökonomie zählt immer noch zu unseren ungelösten Problemen.“ Dafür gelte es, künstlerisch „Auswege“ zu finden. „Es wäre interessant, wenn wir Arbeiten bekommen, die hier Lösungsansätze aufzeigen. Ich würde mich aber schon freuen, wenn die Künstler einfach den Finger in die Wunde legen“, sagt Monika Passow. Der Kunstpreis ist mit 2000 Euro dotiert, finanziert von den Stadtwerken Güstrow.

Seit 1994 wird anlässlich des Internationalen Tages der Umwelt die Ausstellung „Kunst und Umwelt“ in der Städtischen Galerie Wollhalle präsentiert. Initiiert als ein Projekt, die kulturellen Traditionen Güstrows mit dem Modellprojekt „Die umweltgerechte Stadt Güstrow“ zu verknüpfen und somit das kulturelle Leben der Stadt um einen zeitgenössischen Aspekt zu bereichern, hat sich die Ausstellung durch die bundesweite Ausschreibung zu einem Forum entwickelt, in dem sich nicht nur die Künstler aus MV zu dieser globalen Thematik artikulieren.

Auf Grund der großen Resonanz, die die ersten Ausstellungen erfahren haben, wurde 1997 erstmalig der Kunstpreis Ökologie ausgeschrieben. Der 1. Kunstpreis ging an die estnische Künstlerin Maie Helm. 2009 hat mit Thomas Lehnigk erstmalig ein Künstler aus MV den Preis verliehen bekommen. Der Kunstpreis Ökologie ist ein Jurypreis. Der Jury gehören die Berliner Malerin Ursula Strozynski, der in Wendischhagen ansässige Bildhauer Günter Kaden und der Kunsthistoriker und Geschäftsführer der Ernst-Barlach-Stiftung Güstrow, Dr. Volker Probst, an.

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