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Berufswettbewerb : Künftige Gärtner im Leistungsvergleich

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Berufswettbewerb der Azubis im Gartenbau gestern an der Fachschule für Agrarwirtschaft in Bockhorst

Das geräumige Gewächshaus der Fachschule für Agrarwirtschaft des Landes MV in Güstrow-Bockhorst war gestern Schauplatz des Berufswettbewerbs der Auszubildenden im Gartenbau. 29 angehende Gärtner versuchten an zehn Stationen maximale Punktzahlen zu erreichen. Dabei ging es unter anderem um kreative Gartengestaltung für den Frühling, um den Check von Saatgut, um Pflanzenbestimmung, um Brennstoffe im Gartenbau und an einem Stand wurden sogar Fragen zu den Weltreligionen gestellt.

Die Themen bildeten einen Querschnitt aus dem Ausbildungsprogramm. In Güstrow absolvieren die Azubis während eines Schuljahres mehrere Durchgänge einer überbetrieblichen Ausbildung. Da wird ergänzt, was in der dualen Ausbildung nicht geleistet werden kann.


Branche sucht dringend Nachwuchs


„Insgesamt gibt es in unserem Land 110 Gärtner-Azubis. Davon entfallen zirka 50 auf das erste Lehrjahr, weswegen wir optimistisch sind, dass wir die Talsohle durchschritten haben. Wir hoffen, dass der leichte Aufwärtstrend anhält“, sagt Schulleiterin Dr. Gisela Spangenberg. Der Löwenanteil mit 86 Lehrlingen entfällt dabei auf den Garten- und Landschaftsbau, gefolgt vom Zierpflanzenbau, in dem zurzeit 14 Azubis ihre Lehre absolvieren. Insgesamt werden im Land sieben Ausbildungs-Fachrichtungen angeboten – nicht alle sind besetzt.

Dass Fachpersonal im Gartenbau fehlt, bestätigt auch Thilo Warda. Der Inhaber des A&T-Garten- und Landschaftsbaubetriebes in Wardow war beim Berufswettbewerb gestern als Bewerter eingesetzt. Außerdem gehört er zum ehrenamtlichen Prüfungsausschuss. „Früher war es so, dass sich die Betriebe ihre Lehrlinge aus einer Vielzahl von Bewerbungen aussuchen konnten. Diese Zeiten sind vorbei. Jetzt haben die Lehrlinge die Möglichkeit der Auswahl aus vielen vakanten Lehrstellen“, erläutert er. Zum Leistungsvergleich hatte Warda seinen Azubi Andreas Groß mitgebracht. „Andreas beendet in diesem Jahr seine Ausbildung und ich wäre schon an einem neuen Lehrling interessiert. Hoffentlich finde ich einen geeigneten Bewerber“, sagt der Gartenbaumeister.

Der alle zwei Jahre im Kalender stehende Berufswettbewerb erhöhe die Attraktivität der Gärtnerausbildung, so Schulleiterin Spangenberg. Die Siegerteams qualifizieren sich für den Leistungsvergleich der Nordländer, die besten dort fahren im September zum Bundesausscheid. 



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