Güstrow : Künftig mehr Wertstoffhöfe

So wie Birgit Maskowiak, die hier Laub und Rasenschnitt entsorgt, nutzen viele den Wertstoffhof im Pfahlweg
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So wie Birgit Maskowiak, die hier Laub und Rasenschnitt entsorgt, nutzen viele den Wertstoffhof im Pfahlweg

Neue Abfallsatzung sieht Erweiterung des Annahmenetzes ab 2016 vor / Wertstoffhof Güstrow-Rövertannen wird dann geschlossen

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19. November 2014, 09:46 Uhr

Gerade jetzt im Herbst, wenn viele Gartenbesitzer kaum noch wissen, wohin mit all dem Laub von den Bäumen, sind die Wertstoffhöfe in unserem Landkreis ein wahrer Segen. Ist doch der Komposthaufen auf der eigenen Scholle damit oft überfordert.

Auch im Wertstoffhof im Güstrower Pfahlweg sind derzeit die Sammelcontainer für Herbstlaub und Grünschnitt immer voll. Auch wenn dies nicht der erste Zweck einen Wertstoffhofes ist, wie Thomas Buske, Leiter des Eigenbetriebes Abfallwirtschaft des Landkreises Rostock, betont. Von Sperrmüll bis Schrott reicht die Palette der Stoffe, die auf dem Wertstoffhof kostenlos angenommen werden.

Bisher gibt es im Landkreis Rostock sieben Wertstoffhöfe. Dies aber ausschließlich auf dem Gebiet des Altkreises Güstrow: in Rövertannen und im Pfahlweg von Güstrow, in Rühn bei Bützow, in Krakow am See, in Teterow, in Gnoien und in Laage.

Im Bereich des Altkreises Bad Doberan existieren dagegen bisher gar keine Wertstoffhöfe. Diese regionalen Unterschiede innerhalb eines Landkreises sollen künftig beseitigt und die Entsorgungs-strukturen in allen Bereichen angeglichen werden.

So sieht es die neue Satzung zur Abfallentsorgung vor, die vom Kreistag Ende 2013 beschlossen wurde und die im Januar 2016 in Kraft tritt.

„Im Bereich des früheren Landkreises Bad Doberan sollen vier Wertstoffhöfe eingerichtet werden. Dafür werden zurzeit die Vorbereitungen getroffen“, so Buske.

Geplant sind die neuen Wertstoffhöfe in Schwaan, in Bad Doberan, in Neubukow und in Sanitz.

„Wir sind als Entsorger verpflichtet, für jede Abfallart, die im Haushalt anfällt, mindestens ein Bringesystem für die Entsorgung anzubieten. Der Landkreis Rostock hat sich entschieden, ungefähr in einem Radius von zehn Kilometern einen Wertstoffhof einzurichten“, erläutert Thomas Buske.

„Das sind zehn Wertstoffhöhe für einen Landkreis. Das hat keine weiterer Landkreis in Deutschland“, ist Buske überzeugt.

Zurzeit werde nach den günstigsten Standorten gesucht und die dafür notwenigen Untersuchungen vorgenommen. Um die Ausgaben zu optimieren und in allen Bereichen gleiche Bedingungen zu schaffen, soll es ab 2016 auch in Güstrow nur noch einen Wertstoffhof geben: „Der Wertstoffhof in Rövertannen wird ab 2016 geschlossen. Es gibt dann in der Stadt nur noch den Wertstoffhof im Pfahlweg“, kündigt Thomas Buske an. Dann sei natürlich damit zu rechnen, dass dieser dann von der Bevölkerung noch intensiver genutzt wird als bisher.

„Dort, wo mehr Betrieb ist, werden wir dann länger aufmachen“, so Thomas Buske.

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