Kunst : Kühe aus MV für die Welt

Die „Schäfli-Wolken“ sind der neuste Renner von Marianne Kindt in der Schweiz – ihre typischen Kühe dürfen aber auch nicht fehlen.
Die „Schäfli-Wolken“ sind der neuste Renner von Marianne Kindt in der Schweiz – ihre typischen Kühe dürfen aber auch nicht fehlen.

Die Malerin Marianne Kindt liefert ihre Bilder inzwischen sogar in die Schweiz, nach Italien, Frankreich und die USA

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15. Januar 2016, 07:56 Uhr

Kühe aus Mecklenburg sind der Exportschlager von Marianne Kindt. In großen Mengen liefert die 65-Jährige die Tiere vor allem in die Schweiz, aber auch nach Italien, Frankreich und in die USA. Mittlerweile sind auch Schweine, Schafe, Hühner und Katzen dazugekommen. „Ein ganzer Bauernhof“, sagt die Laagerin lachend.



Meisterschülerin studierte in Bochum


Marianne Kindt ist Malerin und als Künstlerin eine Spätstarterin. Erst Mitte der 1990er-Jahre fasste sie Mut und begann ein Studium an der Kunstschule für Malerei und Grafik in Bochum. 2001 kam sie in die Meisterklasse von Professor Oi Yang und wurde bald Meisterschülerin. Sie praktiziert die vor allem Mitte der 1940er-Jahre in Paris sehr populäre informelle Malerei und experimentiert gern mit Acrylfarben, Beton, Asche, Sand, Schellack, Spachtelmasse oder Bitumen. Überhaupt nicht in diese Richtung passen die Kühe, die sie seit Jahren mit Begeisterung malt. „Damit verbinde ich die Erinnerung an den großelterlichen Bauernhof in einem Dorf dicht bei Laage“, sagt die Malerin.

Eher zufällig kam sie mit der Schweiz ins Geschäft. Vor einer Urlaubsfahrt überredete ihre Schwester sie, doch ein paar Bilder in die Schweiz mitzunehmen und in dortigen Galerien vorzustellen. Die Arbeiten mit See- und Strandmotiven lösten eher mäßiges Interesse aus, aber als Marianne Kindt ihre schwarz-weißen Kühe auspackte, geriet der Galerist schier aus dem Häuschen. Inzwischen gestaltet die Malerin Ausstellungen bei den Eidgenossen, bietet Workshops an. Und zahlreiche Galerien in der Alpenrepublik führen ihre Arbeiten. Im Februar wird sie sogar ein Hotel in Gstaad mit ihren Bildern ausgestalten. Neben Kühen, die sie inzwischen auch in anderen Farben malt, werden weitere Tiere die Reise antreten. „Auch die Schäfli-Wolken haben sich als Renner entwickelt“, verrät die 65-Jährige weiter.



Zu Pfingsten auch wieder bei „Kunst: offen“ dabei


Obwohl Marianne Kindt viel und gern auf Reisen geht, ist sie sehr bodenständig. Vor über drei Jahren kehrte sie aus Hamburg in ihre Geburtsstadt Laage zurück und fand sofort Kontakt zur örtlichen Kirchengemeinde. Für Kinder organisierte sie Malworkshops und gestaltete eine Ausstellung in der Laager Kirche. Zwei Bilder, die besonders gut in das Gotteshaus passen, will sie der Gemeinde als Dauerleihgabe überlassen. Auch an der Pfingstaktion „Kunst: offen“ werde sie sich in diesem Jahr wieder beteiligen, versichert die Marianne Kindt.

Künstlerisch geht ihr seit einiger Zeit das Thema „Bäume“ durch den Kopf. Noch sucht sie nach passenden Formen und Gestaltungsmöglichkeiten, aber vielleicht entwickelt Marianne Kindt daraus den nächsten Exportschlager, der sich von MV aus wieder in die ganze Welt verbreitet.

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