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Kuchelmiss : Kuchelmiß nächstes Jahr wieder auf eigenen Beinen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Konsolidierung des Gemeindehaushaltes erfolgreich: 2017 vorerst letztmals im Minusbereich.

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Ergebnis- und Finanzhaushalt von Kuchelmiß sind auch in diesem Jahr nicht auszugleichen. Dies mussten die Gemeindevertreter einsehen, als ihnen die Kämmerei des Amtes Krakow am See den Etat-Entwurf für 2017 vorgelegt hat. Und doch verspricht die Prognose Besserung: Ab 2018 soll es im Ergebnis ausgeglichen zugehen.

Um das zu erreichen, bedarf es noch einmal eines finanziellen Kraftaktes. Lediglich eine Investition ist in diesem Jahr vorgesehen, und die geht mit Eigenmitteln in Höhe von 26  000 Euro in den Etat. So unverhofft die auch kommt, so unumgänglich ist die: Die kleine Brücke über die Nebel zur Wassermühle, über 160 Jahre alt, muss dringend erneuert werden. Dies sei im Zuge der Sanierungsmaßnahmen für das Wehr an der Mühle festgestellt worden, erläutert Bürgermeister Peter Hildebrandt. „Da ist eine sofortige Investition erforderlich. Das Landwirtschaftsamt hat bereits eine 90-prozentige Förderung zugesagt“, sieht der Bürgermeister die Notwendigkeit ein. „Sonst sind keine Investitionen in diesem Jahr geplant.“


Weiter sparen bei freiwilligen Leistungen


Das liege auch daran, dass die Gemeinde in den vergangenen Jahren gut investiert habe. Hildebrandt: „Die Straßen haben wir im Griff, und auch unsere Gebäude sind in einem ordentlichen Zustand.“ So habe Kuchelmiß in diesen Punkten aktuell keinen Bedarf. Auch sei trotz des geplanten Brückenbaus keine Neuverschuldung erforderlich, da die Gemeinde für ihren Eigenanteil keinen Kredit aufnehmen muss, sondern noch vorhandene liquide Mittel einsetzen kann.

Bürgermeister Hildebrandt ist zuversichtlich: „Wenn wir uns an die Regeln halten, können wir ab 2018 wieder schwarze Zahlen schreiben.“ Mit den Regeln ist das Haushaltssicherungskonzept gemeint – und damit kein Nachlassen in den Sparanstrengungen. Dazu gehört ein weiter stringenter Umgang mit freiwilligen Leistungen. So werden die Aufwendungen für die Seniorenbetreuung um 500 Euro auf 2400 Euro herabgesetzt. Der Kinderklub wurde geschlossen und somit eine halbe Stelle eingespart. „Der Zulauf blieb aus, da können wir uns das auch sparen“, sagt Peter Hildebrandt. Der Unterhalt der Badestellen konnte auf 700 Euro reduziert werden, da man bereits 2016 mit Hilfe der Feuerwehr die Badestege saniert habe. Zum Sparprogramm gehört auch, dass alle Feste in der Gemeinde für die Gemeinde kostenneutral organisiert werden. Die 1000 Euro, die im Etat für 2018 für solche Zwecke eingestellt sind, wären lediglich als Sicherheit für einen Notfall gedacht.

Als ganz wesentlich für die augenscheinlich erfolgreiche Konsolidierung des Kuchelmisser Haushaltes beschreibt der Vorbericht der Kämmerei zum Etat-Entwurf 2017 die Verpachtung des kostenintensiven Ensembles Wassermühle/Mühlenscheune. Die Nutzung sei „effizient und trotzdem öffentlich“, wird festgestellt, der Gemeinde entstünden daraus keine Kosten. Diese auf zwölf Jahre angelegte Verpachtung an die Fahrgastgesellschaft Krakow am See, einem Van-der-Valk-Ableger, läuft im nächsten Jahr aus. „Aus finanzieller Sicht hat sich das für die Gemeinde gerechnet, und die Vereine konnten sich immer einmieten“, sagt Peter Hildebrandt. Im nächsten Jahr werde das neu ausgeschrieben.

Den Etat für 2017 hat die Gemeindevertretung bereits verabschiedet. „Nach diesem Jahr werden wir künftig wieder mit eigenen Mitteln arbeiten können“, denkt der Bürgermeister.

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