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Feuerwehr : Kritzkower übernehmen Gefahrguterkundung

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Erkundungsfahrzeug jetzt im Laager Ortsteil stationiert - Gefahrgutzug insgesamt verbleibt in Krakow am See.

von
erstellt am 14.Okt.2017 | 05:00 Uhr

Einen ersten Grundlehrgang zum Umgang mit einem chemikalischen Schutzanzug (CSA) haben zwölf Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Kritzkow absolviert. Weitere Lehrgänge folgen. Derweil ist das Fahrzeug für die Gefahrguterkundung bereits in Kritzkow stationiert. Die dortige Wehr übernimmt künftig die Gefahrguterkundung und entlastet damit die Freiwillige Feuerwehr Krakow am See ein wenig. Die Kernkomponente der Gefahrgutabwehr verbleibt aber weiterhin im Luftkurort (SVZ berichtete).

„Es ist eine komplett andere Aufgabe, die wir jetzt übernehmen“, sagt Wehrführer Mark Gerion und weiß, dass diese neue Herausforderung für seine Kameraden auch als reizvoll angesehen wird, steckt doch in dem CBRN- Erkundungsfahrzeug eine Menge modernster Technik. CBRN steht für chemisch, biologisch, radioaktiv und nuklear. Man müsse in den nächsten Wochen noch viel lernen, fügt Mirko Mank, stellvertretender Wehrführer, hinzu. Dabei habe man die Unterstützung der Kameraden der Nienhäger Wehr, Standort des Gefahrgutzuges Nord im Landkreis Rostock.

Gerion benennt mögliche Einsätze für die Gefahrguterkundung: Brand in der Chemieindustrie, Unfall eines Gefahrguttransporters, Chemieunfall in einer Schule oder Vorkommnisse in einer Biogasanlage. Einsätze seien bundesweit denkbar.

Mit der Übernahme der neuen Aufgabe durch die Kritzkower Wehr macht sich ein neuerlicher Anbau an das Gerätehaus im Kritzkower Gewerbegebiet notwendig. Die planerischen Vorbereitungen dafür laufen bereits. Eine Fahrzeughalle, die erst seit dem jüngsten Anbau zum Umkleiden und für allerlei Gerätschaften genutzt werden kann, wird wieder zur Fahrzeughalle für das Erkundungsfahrzeug. Der Schulungsraum würde sich in einen Umkleidebereich wandeln und in einem Anbau würde dann ein größerer Schulungsraum Platz finden. Bei der Gelegenheit soll auch der Sanitärbereich erweitert werden. Etwa 215 000 Euro sind für den neuerlichen Anbau geplant. Mit 80 000 Euro würde der Landkreis das Vorhaben unterstützen.

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