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Dorfleben : Kritzkower Frauen befördern soziale Kontakte

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Ortsgruppe der Volkssolidarität bietet monatlich Veranstaltungen an

von
erstellt am 12.Aug.2014 | 23:30 Uhr

Ende der Woche beginnt die Listensammlung der Volkssolidarität (VS). Jetzt saß der Vorstand der Ortgruppe Kritzkow mit den Kassierern zusammen und besprach die Einzelheiten dazu. „60 Prozent der Spenden, die wir einsammeln, können wir für die Arbeit in unserer Ortsgruppe verwenden“, betont Marita Elsner. Neben den Mitgliedsbeiträge sei es fast die einzige Einnahmequelle der Ortsgruppe, die monatlich Veranstaltungen anbietet, die finanziert werden wollen, so erklärt die Ortsgruppen-Vorsitzende.

Die Listensammlung sei seit dem Bekanntwerden des Anlage-Skandals nicht einfacher geworden. Den beschädigten Ruf der Volkssolidarität spüre man auch an der Basis, wolle aber dennoch weitermachen. „Die älteren Menschen wollen sich treffen und sie wollen sich austauschen“, sagt Anneliese Bittner. Man biete damit ein Stück Gemeinschaft im Dorf, helfe mit, dass soziale Kontakte nicht abbrechen. „Das hat Tradition in Kritzkow, ist über Jahre gewachsen“, fügt Ursula Nickel hinzu und Marita Elsner berichtet, dass die Vorgänger an der Spitze der Ortsgruppe über viele Jahre eine sehr engagierte Arbeit geleistet hätten. „Dem fühlen wir uns verpflichtet“, sagt sie. „Wir lernen noch und machen auch mal Fehler“, fügt Anneliese Bittner hinzu.


Von der Radtour bis zum Kabarett


Manche Diskussion habe es gegeben, weil nicht mehr alle Veranstaltungen kostenlos besucht werden können. Gleich habe es geheißen, bei den Neuen ist alles anders. In den vergangenen Jahren vollzog sich ein Wechsel im Vorstand. Frauen um die 60 in der Ruhephase der Altersteilzeit haben jetzt das Sagen. Auf eine Mitgliederversammlung Anfang des Jahres habe man deshalb die Finanzen der Ortsgruppe offen gelegt, berichtet Hauptkassiererin Ursula Nickel. In der Vergangenheit habe die Ortgruppe bei Dorffesten Kuchen angeboten und so Einnahmen erzielt. Damit habe man sich manches leisten können. Diese Einnahmequelle sei aber weggefallen. Nicht jede Veranstaltung werde mit einem Eintrittspreis belegt, schränkt Marita Elsner ein und nennt den Bingo-Nachmittag am 9. September als Beispiel. Er findet im Haus der Feuerwehr statt. Sehr dankbar sind die Frauen, dass es mit der Feuerwehr ein so gutes Miteinander gebe. Marita Elsner macht auch schon mal auf einen Bastelnachmittag am 28. Oktober, auf Kabarett mit den „Jungen Alten“ am 11. November und auf die Weihnachtsfeier am 9. Dezember aufmerksam. Weihnachtsfeier, Bastelnachmittag, Radtouren, Grillfest, Seniorenfasching und eine Tagestour mit dem Bus würden jedes Jahr zum Standardprogramm gehören, zählen die Frauen auf.

Mit rund 70 Mitgliedern sei man eine recht starke Ortsgruppe in Kritzkow. „Dennoch suchen wir wie wohl alle Vereine Nachwuchs“, betont Anneliese Bittner. Die deutliche Mehrzahl der Mitglieder habe die Feier zum 70. Geburtstag bereits hinter sich.


Geschehen im Dorf stets im Blick


Ganz nebenbei freute man sich Montag in der Runde der VS-Ortsgruppe, dass es für den Pfarrhof ein Projekt für altersgerechtes Wohnen gibt und denkt, dass der Bedarf dafür vorhanden sein dürfte. „Aber Schade, dass der Sportplatz gleich daneben verkommt“, meint Ursula Nickel. So viel Kraft sei einst hinein gesteckt worden. Aber mit der Schließung der Schule habe es wohl so kommen müssen. Froh sei man, dass das Dorf mit dem Umbau der Sporthalle über ein Gebäude für vielerlei Veranstaltungen verfüge. Das nutzt auch die VS-Ortsgruppe für größere Veranstaltungen. Man freut sich auf einen Spielplatz, der auf dem Festplatz entstehen soll, und träumt immer noch von einem Radweg entlang der Bundesstraße, betont Ursula Nickel und erhält die Zustimmung der anderen Vorstandsmitglieder.


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