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Güstrower Anzeiger

18. Dezember 2017 | 21:39 Uhr

Brandschutz : Kritzkower Feuerwehrhaus wächst

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Anbau schafft mehr Platz für Fahrzeuge und Kameraden

von
erstellt am 24.Feb.2016 | 07:00 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Kritzkow braucht mehr Platz. Das im Gewerbegebiet 1996 eingeweihte Feuerwehrhaus platzt aus allen Nähten und erhält jetzt einen Anbau. Damals zählte die Wehr 14 Aktive, heute sind es 38. Hinzu kommen u.a. die Kindergruppe mit zwölf Mädchen und Jungen und eine Jugendwehr mit 15 Mitgliedern. Die Wände sind bereits hochgezogen. „In dieser Woche soll der Dachstuhl montiert werden“ kündigte Wehrführer Mark Gerion an. Am Montagabend lag das Material dafür bereit.

In den beiden Fahrzeughallen ist es es schon längst zu eng, Einsatzbekleidung für alle Kameraden und notwendiges Gerät einschließlich Schlauchregal sind unterzubringen. „Eigentlich sollen für jeden Kameraden zum Umkleiden 1,25 Quadratmeter zur Verfügung stehen“, erklärt Gerion. Daran sei derzeit gar nicht zu denken. Hinzu kommt ein Problem mit den Toren, auf das die Feuerwehr-Unfallkasse schon vor geraumer Zeit aufmerksam gemacht hatte. Nach der Massenkarambolage bei einem Sandsturm auf der A 19 war die Kritzkower Wehr, die hauptsächlich zu technischen Hilfeleistungen ausrückt, mit einem Hilfsleistungslöschfahrzeug (HLF 10-6) ausgerüstet worden. „Das war für uns ein riesiger Schritt nach vorn“, betont der Wehrführer. Aber das Fahrzeug ist größer als eines der üblichen Löschfahrzeuge. „Durchfahrtshöhe und -breite reichen nicht aus. Oben sind es gerade mal 2,5 Zentimeter Platz“, berichtet Gerion. Mit dem Anbau kann dieser Mangel behoben werden. Es entsteht eine neue Fahrzeughalle mit einem größeren Tor und die beiden Fahrzeuge rücken je eine Halle weiter. So bleibe ein Bereich, den man künftig allein als Umkleideraum und Lagerfläche nutzen werde.


Fertigstellung Ende März/Anfang April


Die Stadt Laage investiert mit allem Drum und Dran 145 000 Euro. Die Summe von zunächst 100 000 Euro war im vergangenen Herbst noch einmal aufgestockt worden, um, wie es hieß, „die sinnvollste bau- und nutzungstechnische Lösung“ verwirklichen zu können. 40 000 Euro Fördermittel kommen vom Landkreis, 45 000 Euro aus dem Topf des Bodenordnungsverfahrens Kritzkow, informiert Ilka Lochner-Borst. Der 86 Quadratmeter große Anbau soll Ende März/Anfang April fertig sein, stellt Laages Bürgermeisterin in Aussicht.

Wehrführer Gerion lobt den Rückhalt, den man bei der Stadt verspüre. „Wir sind eine leistungsfähige Wehr, haben viele gute Leute. Auch der Zusammenhalt ist enorm“, freut sich Gerion. Neu sei, dass man über zwei Kameraden verfüge, die zu anderen Wehren gehören, aber im Gewerbegebiet arbeiten und so mit angefordert werden könne. Viermal mussten die Kritzkower Kameraden in diesem Jahr bereits ausrücken, dreimal zu Unfällen. „Beim ersten schweren Unfall auf der B 103 konnten wir helfen, beim zweiten leider nicht“, sagt Gerion. Auch damit müssten die Kameraden fertig werden. „Dann ist es gut, bei der Nachbereitung des Einsatzes einen Seelsorger dabei zu haben“, fügt er hinzu. In der vergangenen Woche war das der Fall. 

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