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Güstrower Anzeiger

20. November 2017 | 01:33 Uhr

Ausstellung : Krippe aus Iran bereichert Schau

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Asylbewerber Akbar Babaii baute und übergab neues Exponat an das Nordeutsche Krippenmuseum in der Heilig-Geist-Kirche

Große Freude im Norddeutschen Krippenmuseum in Güstrow: Tatsächlich hat der Iraner Akbar Babaii sein Versprechen gehalten, seine Weihnachtskrippe fertiggestellt und als neues Exponat in die Heilig-Geist-Kirche gebracht. Der Asylsuchende aus dem Iran möchte sie dem Museum schenken. „Ich war vergangene Woche hier und habe festgestellt, dass es aus so vielen Ländern Krippen gibt, aber keine aus dem Iran“, erzählt er. Darum habe er sich sofort daran gemacht, eine zu bauen.

Aus Holz und Nüssen fertigte er für die Nachgestaltung der Weihnachtsgeschichte die Figuren. Für das Dach des Stalles und einer Kirche nahm er Schilfgras. Besonderes Detail: Beim Stall, in dem Maria und Josef Zuflucht gefunden haben, geht sogar die Tür zu öffnen.

Am Sonntag, zur Übertragung des ZDF-Fernsehgottesdienstes für jene Gemeindeglieder, die in der Heilig-Geist-Kirche keinen Platz fanden, war die neue Krippe bereits im Domgemeindehaus zu besichtigen. Jetzt, pünktlich zum Weihnachtsfest, brachte Akbar Babaii sie ins Krippenmuseum. „Ich bin gerührt. So hat er ein kleines Stück Heimat in unser Krippenmuseum eingebaut“, freut sich Heidemarie Wellmann vom Vorstand der Mechthild und Dr. Rudolf Ringguth-Stiftung, die das Erbe von rund 600 Weihnachtskrippen aus aller Welt bewahrt.

Die neue Krippe steht gleich vorn in der Heilig-Geist-Kirche und ist ab sofort zu besichtigen. Besondere Öffnungszeiten im Norddeutschen Krippenmuseum in Güstrow sind Heiligabend und am Silvestertag jeweils von 11 bis 13 Uhr. Am Neujahrstag ist von 13 bis 17 Uhr geöffnet. An allen anderen Tagen können Besucher von 11 bis 17 Uhr die Ausstellung mit Weihnachtskrippen aus 80 Ländern besichtigen.

 

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