Landkreis Rostock : Kreisausschuss segnet Doppelhaushalt ab

Sie stehen dem Landrat zur Seite: Rainer Boldt als 2. Stellvertreter (l.) und Wolfgang Kraatz als 1. Stellvertreter.
Sie stehen dem Landrat zur Seite: Rainer Boldt als 2. Stellvertreter (l.) und Wolfgang Kraatz als 1. Stellvertreter.

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08. April 2015, 23:30 Uhr

Der erste Doppelhaushalt des Landkreises Rostock passierte gestern Nachmittag auf dem langen Weg durch die Instanzen den gewichtigsten der Ausschüsse, den Kreisausschuss, ohne Diskussionen. Bei zwei Enthaltungen gaben die Ausschussmitglieder dem Kreistag, der am 26. April beraten wird, die Empfehlung dem Zahlenwerk zuzustimmen.

Selbst die Kreisumlage, die von den Gemeinden erhoben wird und immerhin mit 69,56 Millionen Euro für den Landkreis zu Buche schlägt, regte zu keinerlei Diskussion an. Marlies Behrens, Amtsleiterin für Finanzen und Controlling, die gestern den Doppelhaushalt für die Jahre 2015 und 2016 noch einmal in Kürze umriss, hatte nach der Sitzung eine Erklärung dafür. Der Kreis halte sich mit dem Haushaltsentwurf an die Vorgaben aus dem 2013 verabschiedeten Haushaltssicherungskonzept, in dem eine für die Kommunen vertretbare Grenze bei der Kreisumlage gezogen wurde. „Daran halten wir uns“, betont Behrens.

Insgesamt halte sich die Verwaltung an die Vorgaben aus dem Haushaltssicherungskonzept, das eine finanzielle Schieflage des Landkreises in absehbarer Zeit wieder ins Lot bringen sollen. Ende 2018, so schätzt die Amtsleiterin ein, werde der Landkreis die Fehlbeträge abbauen können. Auf dem Papier des Konzeptes steht Ende 2017 noch ein Fehlbetrag von 16 Millionen Euro. Man werde weit darunter liegen, prophezeit Behrens. „Schneller als gedacht werden wir die dauernde Leistungsfähigkeit des Landkreises wieder herstellen können“, stellte der stellvertretende Landrat Wolfgang Kraatz zufrieden fest.

Fehlbeträge weist der Finanzhaushalt derzeit noch für beide Jahre auf. Man könne aber davon ausgehen, dass die fehlenden 500 000 Euro 2015 für zusätzliches Personal und Sachleistungen für Asylbewerber noch ausgeglichen werden können. Das Land hat finanzielle Unterstützung angekündigt, aber noch nicht konkret beziffert, erklärt die Amtsleiterin. Im Ergebnishaushalt gebe es 2015 einen Überschuss von 2,1 und 2016 von 1,4 Millionen Euro. Lediglich bei der Kreditaufnahme (2015: 3,4 Millionen Euro/2016: 4,3 Millionen Euro) weiche man von den Vorgaben aus dem Haushaltssicherungskonzept ab. Das Geld soll für den dringend notwendigen Ausbau von Kreisstraßen eingesetzt werden.

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