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Awo Güstrow : Kreativität voll und ganz ausgelebt

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Elvira Kelling geht nach 23 Jahren im Familien-Freizeit-Lernberatungszentrum der Awo in den Ruhestand – Nachfolgerin ist Annekathrin Wunsch.

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erstellt am 27.Jan.2017 | 20:30 Uhr

Am Dienstag wird für Elvira Kelling (63) der letzte Arbeitstag im Familien-Freizeit-Lernberatungszentrum (FFLZ) der Arbeiterwohlfahrt (Awo) in Güstrow sein. Die Koordinatorin des Projektes „Mehrgenerationenhaus“ geht in den wohlverdienten Ruhestand. 23 Jahre lang baute sie dieses Zentrum mit auf, lebte hier ihre Kreativität aus und hinterlässt in sehr vielen Bereichen ihre ganz persönliche Note. Derzeit wird ihre Nachfolgerin Annekathrin Wunsch (48) in die vielfältigen Bereiche der Tätigkeit eingearbeitet. Neben der Koordination des Mehrgenerationenhauses soll sie auch die ehrenamtlichen Mitstreiter im Haus im Blick haben und die allgemeine Sozialberatung übernehmen.


Viele Kurse tragen ihre Handschrift


Schon in vielen der von Elvira Kelling angestoßenen Gruppen hat sich die künftige Ruheständlerin bereits verabschiedet. Ob beim Seniorentanz, Line Dance, beim Patchwork oder dem Singen – jeder der von Elvira Kelling angedachten und organisierten Kurse trägt ihre eigene Handschrift. „Den ersten Nähkurs habe ich damals selbst geleitet“, erinnert sich die 63-Jährige. Heute werde dieser von einer Schneiderin angeboten. Vielfach ging es aber um Musik und Bewegung bei den Angeboten von Elvira Kelling. Kein Wunder, denn die ausgebildete Lehrerin hatte nicht nur Deutsch und Mathematik unterrichtet, sondern auch das Fach Musik.

Nach ihrer Ausbildung zur Diplom-Pädagogin in Potsdam wurde sie Anfang der 1990er Jahre arbeitslos und fing am 15. August 1993 als pädagogische Mitarbeiterin im FFLZ an. „Ich leitete damals den Kreativbereich“, erzählt sie vom Aufbau des Zentrums. Auch Zivildienst-Beratung und Schullaufbahn-Beratung gehörten damals zu ihrem Aufgabenbereich. Nach und nach entwickelte sich das Haus der Awo weiter. Seit 2006 gibt es das Projekt „Mehrgenerationenhaus“ und seitdem hat Elvira Kelling dafür die die Koordination übernommen. „Es ging mir darum, generationsübergreifende Angebote zu installieren“, erzählt sie. Der Computerbereich, in dem jüngere Leute den älteren helfen, bot sich dafür ebenso an, wie Kulturprogramme der Jugendlichen, die sie für Senioren aufführten. Daneben hatte Elvira Kelling immer einen Blick auf das Haus, wo etwas erneuert oder repariert werden musste und sie behielt die Ehrenamtler im Blick.

Insgesamt schaut sie positiv auf ihr Arbeitsleben zurück. „Ich konnte vieles ausprobieren. Es war eine gute Zeit mit vielen netten Kollegen, an deren Ende ich auch sagen kann, etwas erreicht zu haben“, sagt die baldige Ruheständlerin, die ihre Arbeit in guten Händen weiß. Die zahlreichen Kontakte und der Austausch unter den Kollegen werden ihr wahrscheinlich künftig fehlen. Aber Elvira Kelling weiß genau, was sie in ihrer Freizeit tun möchte. „Es gibt viele Hobbys für die ich bisher kaum Zeit hatte“, so die 63-Jährige. Beispielsweise gehöre dazu das Schreiben von Kurzgeschichten. Aber die zweifache Mutter ist inzwischen auch Großmutter und möchte künftig mehr Zeit für die Familie haben. Wenn sie dann ihren neuen Rhythmus mit ihrem Mann zu Hause gefunden hat, dann könnte es durchaus sein, dass sie sich auch wieder eine weitere Aufgabe sucht. Doch zuerst einmal wird Elvira Kelling das neue Leben zu Hause ganz in Familie genießen.

 

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