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Ferienangebot : Kreative Ferien für Güstrows Kinder

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Kunsthaus und Schloss bieten Holzwerkstatt, Druck, Programmieren und Kunst mit Murmeln an – das musische Angebot ist bei den Kindern beliebt.

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erstellt am 10.Feb.2017 | 21:00 Uhr

Kreativ wurde es in der ersten Ferienwoche für die Kinder der Barlachstadt. Allein im Kinder-Jugend-Kunsthaus gaben sich über die Woche hinweg 20 Ferienkinder die Klinke in die Hand und nutzten das vielseitige Angebot. „Wir waren gut mit Dozenten ausgestattet und konnten Verschiedenes in der Holz- und Druckwerkstatt anbieten. Außerdem hatten die Kinder die Gelegenheit am Computer kleine Filme und Spiele zu programmieren“, fasst Kunsthausleiterin Bettina Korn zusammen.

Das Thema Medien sei ohnehin etwas, was das Kunsthaus künftig weiter forcieren wolle. „Wir wollen das jetzt regelmäßig anbieten – Kurse sind sowohl für das kommende Halbjahr als auch für die Sommerferien geplant“, sagt Bettina Korn und fügt hinzu: „Medienkompetenz ist hier das große Stichwort. Kinder kann und sollte man nicht von den Medien fernhalten, aber sie sollten wissen, wie man mit ihnen umgeht.“ Gerade Jungs hätten viel Spaß am Programmieren. Das bestätigt auch der zwölfjährige Ole Schade: „Das ist gar nicht so schwer. Ich habe schon zwei Filme gemacht.“ Mika Gabriel versucht sich derweil an einem Spiel. Auf seinem Laptop sieht man kleine Äpfel herunterfallen und der Elfjährige versucht sie mit einem Körbchen einzufangen. „Das Spiel gab es schon und ich habe es ein bisschen weiterentwickelt – die Äpfel waren vorher zum Beispiel Wassermelonen“, erklärt er.

Auch die Holzwerkstatt sei gut besucht gewesen. Auch gestern wurde hier noch ordentlich gehämmert. Gabriel Korn (9) fertigte sich einen Druckstock aus Holz, während die sechsjährige Bjarna Nordhoff bereits mit einer Walze Farbe auf einen fertigen Druckstock aufbrachte. „Das mögen Jungen und Mädchen gerne“, sagt die Kunsthausleiterin, während sie ihren Schützlingen über die Schulter schaut. Besonders schön: Im Kunsthaus wird altersübergreifend gearbeitet. Die Kinder übernehmen auf diese Weise gegenseitig Verantwortung und es schule zudem die soziale Kompetenz. „Das finde ich wichtig“, macht Bettina Korn deutlich. Die Kurse für das kommende Halbjahr stünden auch schon fest. Die Kunsthausleiterin hofft auch dann wieder auf viele Teilnehmer: „Auch Erwachsene wollen wir ansprechen – unser Keramikkurs am Montag sowie der Mappenkurs mit Henning Spitzer und der Indische Tanz am Mittwoch sind auch für sie gedacht.“


„Murmelbilder“ entstehen im Schloss


Man nehme: Bunte Farben, einen Pappkarton, Zeichenpapier sowie zwei Murmeln und heraus kommen bunte „Murmelbilder“. Kinder vom Hort der Schule am Inselsee konnten sich genau diese im Güstrower Schloss fertigen. Am Donnerstag wartete auf sie Monika Bendig, die seit etwa drei Jahren im kreativen Bereich des Hauses tätig ist.

Nach einigen einführenden Worten zum Schloss und der Kreativwerkstatt ging es auch gleich ans Werk. Ein alter „Kittel“, altes T-Shirt oder Hemd, wurde übergezogen, damit das Farbenspiel nicht auf die Kleidung geht. Das Malen, bei dem man vorher nicht sagen kann, was wohl dabei heraus kommt, bereitete den Kindern großen Spaß. Jedes Blatt wurde ein Unikat, für das immer zwei Kinder zusammen arbeiteten. Lediglich Farben waren auszuwählen und dann entstand das Bild durch das Rollen der Murmeln.

Monika Bendig leitet im Schloss unter anderem den Kinderkunstklub „Momu“. Aber auch wenn Kindergruppen kommen, ist sie in Aktion. „Ich habe früher mit Kindern gearbeitet und wollte das auch weiterhin tun“, erklärt sie. Solch kreative Angebote mache sie gern.

Die Hortkinder haben in dieser Ferienwoche einiges erlebt. Sie besuchten die Feuerwehr, waren im Kino und feierten Fasching – geplant ist noch ein Besuch im Wildpark in der zweiten Ferienwoche. „Ich finde die Ferien schön, weil ich mich ausruhen und länger schlafen kann“, erzählt Erik Ole Ott.

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