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Frühjahrsputz Wattmanshagen : Krassower und Kuhlsee klar für die Saison

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Mitglieder des Anglervereins Wattmannshagen 1948 erneuern Stege und beräumen Uferzonen.

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 05:00 Uhr

Aufgeschreckt stürzt sich ein mittelgroßer, entenartiger Vogel ins Wasser, schwarzes Gefieder und krächzendes Geschrei weisen ihn als Blässhuhn aus. Das hier heimische Schwanenpaar dagegen scheint in Ufernähe zu verharren. Über den Wipfeln der Eschen kreist ein auf Beute lauernder Fischreiher. Und unsichtbar im alten Schilf quaken die ersten Frösche…

Jäh wird die sonnenüberflutete Idylle des Krassower Sees vom Rattern einer Motorsäge gestört. „Dort hinten im Schutzstreifen des Ufers holen unsere Leute eine Esche aus dem Wasser“, gibt Gerd Stegmann Auskunft. „Seine Leute“, das sind Mitglieder des Anglervereins Wattmannshagen. 15 von ihnen haben sich am Sonnabend zum Arbeitseinsatz zusammengefunden.

Der Krassower See ist einer ihrer Schwerpunkte. Wurde im Winter der Anlegesteg erneuert, so sind jetzt Säuberungsarbeiten am Ufer „ihres“ Sees, den sie im Auftrag des Landes-Anglerverbandes betreuen, angesagt. Das allgemeine Eschensterben macht auch vor Krassow nicht halt. Immer wieder stürzen im weichen Uferboden Bäume um, modern im Wasser vor sich hin. Einer hatte voriges Jahr auch einen Teil des Steges zerschmettert. Den wieder herzustellen hätte ihnen – von der Genehmigung bis hin zur rechtzeitigen Realisierung im Februar – einige Mühen gekostet, berichtet Gerd Stegmann. Seit 55 Jahren ist der 66-jährige Friedrichshagener leidenschaftlicher Angler, seit 26 Jahren hat er den Vorsitz im Anglerverein Wattmannshagen inne. In der Wendezeit sei es schwierig gewesen, den 1948 gegründeten Verein zusammenzuhalten. Heute habe man sich bei 100 Mitgliedern eingepegelt. „Das ist doch ganz schön“, findet Stegmann angesichts der „Konkurrenz“ recht zahlreicher Angelvereine in der Region um Lalendorf.

Kaum einen Kilometer entfernt, bei Tolzin, packen fünf Männer zu, laden einen geschälten Douglasienstamm vom Hänger, schleppen den zum Wasser und justieren das Teil senkrecht am Angelsteg. Als der Stamm im Lot zu stehen scheint, tut die Ramme ihr Werk und hämmert den neuen Träger für den Angelsteg in den Untergrund. Ein Lärchenstamm steckt bereits, somit ist die Grundlage für den Oberbau des Steges wieder hergestellt, ist der Kuhlsee außer für Badegäste auch für die Angler wieder saisonfein gemacht.

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