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KMG-Klinikum Güstrow : Krankenhaus will sich entschleunigen

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Umfangreiche Neustrukturierungen im KMG-Klinikum Güstrow in diesem Jahr / Altersmedizin und Palliativstation entstehen neu

„Wir haben eine Menge vor dieses Jahr“, bringt KMG-Verwaltungsdirektor Matthias Fischer die umfangreiche Neustrukturierung im KMG-Klinikum Güstrow auf den Punkt. Der Umzug und die Sanierung der einzelnen Stationen innerhalb des Hauses bis zum Jahresende geht einher mit einer Erweiterung des Leistungsspektrums des größten Krankenhauses in der Region, das vor 15 Jahren in der Barlachstadt seinen Betrieb aufnahm. Die wichtigsten Eckpunkte: dieses Jahr wird eine Palliativstation eröffnet, um Sterbende während ihres letzten Lebensabschnitts in Würde begleiten zu können. Für September ist zudem die Eröffnung einer Abteilung für Altersmedizin (Geriatrie) geplant. Und schließlich soll die Kapazität der Intensivversorgung wesentlich verbessert werden. Die Bettenzahl im Krankenhaus steigt damit von jetzt 441 auf dann 484, kündigt Fischer an. Insgesamt investiert der KMG-Klinikkonzern bis zu vier Millionen Euro in die Neustrukturierung.


Palliativstation lange für Güstrow gefordert


Bereits am 2. Januar hatte im Klinikum ein Suchtzentrum eröffnet. Weiter geht es mit den Neuerungen nächsten Freitag. Dann wird die Neurologie des Hauses von der Station E5 auf die Station E7 verlegt, also dahin, wo sich früher das Altenheim befand. Durch den Auszug des Altenheims in den Neubau neben dem Krankenhaus konnte mehr Platz geschaffen werden. „Alle Stationen werden generalsaniert und aus Patientensicht sinnvoller gestaltet“, sagt Fischer. In die frei werdenden Räume zieht die Palliativstation ein. Lange wurde so eine Station für das Krankenhaus gefordert. „Wir sind froh, dass wir es jetzt machen können“, sagt Fischer. Im Februar beginnt der Ausbau.

Mit dem Aufbau einer Geriatrie will das KMG-Klinikum zudem eine konzentrierte Behandlung älterer Patienten ermöglichen. 28 Betten werden für altersspezifische Krankheitsbilder bereitgestellt. „Eine Förderung dieser Station hat das Land in Aussicht gestellt“, sagt Fischer. Als letzten großen Schritt in diesem Jahr soll die Intensivversorgung von jetzt 21 auf 36 Betten erhöht werden. „Damit ziehen wir gleich mit den anderen Krankenhäusern im Land“, so der Verwaltungsdirektor. Auch werde ein spezieller Bereich der Intensiv-Überwachung geschaffen.

Ebenfalls werden die operierenden Fachabteilungen möglichst alle auf der OP-Ebene angesiedelt. „Dringenden Handlungsbedarf“ sieht Fischer auch bei der internistischen Bettenkapazität. Mit den immer wieder erforderlichen Improvisationen der vergangenen Jahre, nämlich ein zusätzliches Bett in ein Patientenzimmer zu stellen, solle Schluss sein. Rolf Kaiser, Ärztlicher Direktor des KMG-Klinikums Güstrow, erhofft sich von den Neustrukturierungen, größere Spielräume bei der Behandlung der Patienten. „Die Behandlungsdichte, also mehr Patienten, die in kürzerer Zeit mehr Therapien bekommen, hat stark zugenommen“, schildert er. „Mit den jetzigen Maßnahmen hoffe ich auf eine Entschleunigung der Behandlung.“

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erstellt am 28.Jan.2014 | 06:00 Uhr

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