Krakow am See : Krakower Schule offenbar weiter gesichert

Demnächst will die Stadt die Fassade ihrer Schule attraktiver gestalten.
Demnächst will die Stadt die Fassade ihrer Schule attraktiver gestalten.

Bürgermeister Geistert meldet Erfolg nach Gespräch mit Bildungsministerium: Perspektive für weiterführende regionale Schule bis mindestens 2025.

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16. November 2017, 05:00 Uhr

Frohe Botschaft für Schüler, Eltern und Lehrer in und rund um Krakow am See schon vor dem Advent: Die regionale Schule im Luftkurort soll als weiterführende Bildungseinrichtung bis mindestens ins Jahr 2025 Bestand haben. Dies verkündete Bürgermeister Wolfgang Geistert als Erkenntnis aus einem Gespräch, zu dem er als Schulträger die Bildungsministerin eingeladen habe. Ministerin Hesse schickte Fachleute nach Krakow am See, darunter den zuständigen Abteilungsleiter, Thomas Jackl, sowie den Referenten für die Schulentwicklungsplanung, Volker Podewski.

Seit Jahren darf die Krakower Schule über die Grundschulstufen hinaus nur mit Ausnahmegenehmigung weitergeführt werden. Auf die laut Schulgesetz geforderten 36 Schüler ab der Klasse 5 zu kommen, falle auch weiterhin schwer, so Schulleiterin Heike Watzke. Zuletzt hatten die unvermutet im Luftkurort gestrandeten Flüchtlingskinder dafür gesorgt. Von denen seien aber rund 30 inzwischen weitergezogen, sodass aktuell nur noch 14 in Krakow am See verblieben.

Von einem „ganz erfreulichen Gespräch“ sprach denn auch Watzke auf SVZ-Nachfrage. Betonen wollte die Schulleiterin, dass es noch keine verbindliche Entscheidung gebe. Die Krakower Seite habe gegenüber den Fachleuten aus Schwerin aber deutlich machen können, wie „fest vernetzt in der gesamten Region“ die Schule sei, etwa mit Sportvereinen, mit dem Seniorenbeirat oder auch dem Kulturverein. Zudem habe man gerade erst mit dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide einen Paten mit einem „tollen Engagement“ gefunden. Die Schulleiterin möchte dabei unterstreichen, wie wichtig es sei, Krakow am See als lebenswerten Ort deutlich zu machen. Unter anderem müsse dazu die Stadt Wohnraum schaffen für junge Familien. Die Schule selbst strebe nach dem Naturparksiegel nun auch das Berufswahlsiegel an. Watzke möchte dennoch nicht abheben: „Wir sind Realisten und schauen immer, wie es weitergeht.“

Bürgermeister Geistert zeigt sich nach dem Gespräch optimistisch: „Damit hat unsere Schule weitaus weiter reichend als der aktuelle Schulentwicklungsplan Bestand.“ Auf ausdrückliche Nachfrage seinerseits sei er befugt, die Aussage zum Fortbestand der Schule auch öffentlich zu machen, erklärte Geistert der SVZ. Schriftlich habe er das aber noch nicht, betonte der Bürgermeister noch eine Unsicherheit. Der Landkreis möchte den Vorgang weder bestätigen noch dementieren. Die Schulentwicklungsplanung über das Jahr 2020 hinaus sei noch nicht abgeschlossen, heißt es nur.

Ein Knackpunkt, der für den Erhalt der weiterführenden Schule im Luftkurort spricht, sind nach SVZ-Erkenntnissen offenbar die (zu) langen Wege, die Schüler aus der Region in andere Schulstandorte sonst wohl zurücklegen müssten.

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