Alle packen an! : Krakower bauen ihren Weg

Rüdiger Pawelke, technischer Leiter der Wokra, zeigte Sitah Eisel, neue Vorsitzende des Seniorenbeirates, gestern den Weg, wie er heute aussieht.
Rüdiger Pawelke, technischer Leiter der Wokra, zeigte Sitah Eisel, neue Vorsitzende des Seniorenbeirates, gestern den Weg, wie er heute aussieht.

Bürgerschaftliches Projekt startet am ersten Septemberwochenende / Stadt, Wokra und Seniorenbeirat ziehen an einem Strang

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28. August 2015, 06:00 Uhr

Krakow am See macht mal anders. Von der Dobbiner Chaussee bis zur Straße Am Rahmannsmoor schlängelt sich ein Trampelpfad zwischen Bäumen und Büschen hindurch. Statt eines ganz normalen Bauprojektes startet in Krakow am See in der nächsten Woche ein bürgerschaftliches Projekt. Heißt: Die Bürger bauen mit. Die Stadt, die Krakower Wohnungsgesellschaft Wokra und der Seniorenbeirat der Stadt unterzeichneten gestern eine Vereinbarung. Mit im Boot sieht sich auch die Volkssolidarität (VS), wird besagter Weg doch viel von den Bewohnern im betreuten Wohnen am Rahmanssmoor genutzt.

„Unsere Bewohner haben immer wieder gefragt, ob der Weg nicht ausgebaut werden könnte“, berichtet Barbara Schäfer, Geschäftsführerin des VS-Kreisverbandes Mittleres Mecklenburg. Die Bewohner bräuchten einen kurzen und guten Weg in die Stadt. Die VS wandte sich mit dem Anliegen an die Stadt, die gerade seniorenfreundliche Gemeinde geworden war. „Probieren wir doch mal, ob so ein Projekt gemeinsam bewerkstelligt werden kann“, dachte Bürgermeister Wolfgang Geistert und holte zunächst die Meinung des Seniorenbeirates der Stadt ein. Die Wokra sollte eben mal überschlagen, was ein solches Projekt kosten würde. Das brachte auch sie letztendlich mit ins Boot. „Hier können wir etwas für die Krakower tun“, erklärt der technische Leiter der Wokra, Rüdiger Pawelke.

Der Trampelpfad verläuft zum Teil neben der Dobbiner Straße, ist kürzer und führt viel weniger bergauf und bergab, was insbesondere Rollstuhlfahrern und Menschen mit Rollatoren entgegen kommt.

Vereinbart ist nun, dass die Stadt Bauherr ist und Mitarbeiter der Wokra den Weg ehrenamtlich herstellen. Rüdiger Pawelke übernimmt ehrenamtlich die Bauleitung. Unentgeltlich stellt das Unternehmen die Technik zur Verfügung sowie Mitarbeiter und den technischen Leiter an Freitagen frei. Am 4. September beginnen die Arbeiten und sollen immer freitags und sonnabends erfolgen.


Hoffen auf viele Helfer ab 5. September


Einen Teil der Leistungen sollen die Krakower selbst erbringen. Dazu haben Stadt und Seniorenbeirat aufgerufen. Als erstes nennt Rüdiger Pawelke das Roden von Büschen und das Freischneiden der Trasse. „Wir können nicht mit großen Fahrzeugen hier rein“, erklärt Pawelke. Einiges müsse in Handarbeit erledigt werden. Freiwillige Helfer werden am Sonnabend, 5. September, ab 8 Uhr am betreuten Wohnen der VS erwartet. Die Versorgung übernimmt die VS. „Wir sind so froh, dass der Weg gemacht wird und dass der Baustart mit dem Termin unseres Festes zum VS-Jubiläum zusammenfällt“, betont Barbara Schäfer. Alle hoffen nun, dass viele freiwillige Helfer kommen.

Der Weg – 288 Meter lang und 1,20 Meter breit – wird mit Betonsteinpflaster befestigt. Vorgesehen ist eine Ruhezone mit zwei Bänken. Zum Jahresende könnte er fertig sein. Das Bauvolumen liegt bei 32 000 Euro. Die Materialkosten von rund 17 500 Euro trägt die Stadt, die auch alle versicherungstechnischen Angelegenheiten regelt.  

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