Preis für Denkmalpflege : Korff’sche Villa – das Meisterstück

Sabine und Andreas Pieper erhielten den Handwerkspreis für die Sanierung der Korff’schen Villa in Laage, in der sie selbst wohnen.
Sabine und Andreas Pieper erhielten den Handwerkspreis für die Sanierung der Korff’schen Villa in Laage, in der sie selbst wohnen.

Handwerkerpreis in der Denkmalpflege für Sabine und Andreas Pieper und alle weiteren Handwerker, die die Villa in Laage sanierten

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27. November 2014, 20:00 Uhr

Sechs unter Denkmalschutz stehende Häuser haben Sabine und Andreas Pieper in den vergangenen Jahren saniert, aber das Korff’sche Haus in der Bahnhofstraße in Laage, in dem sie jetzt selbst wohnen, ist etwas Besonderes. „Jedes Haus hatte seinen Reiz, aber letztendlich waren es Zweckbauten. Das hier aber ist unser Wohnhaus“, erklärt Malermeister Andreas Pieper. Das Besondere erkannte auch eine Jury und so erhielten Sabine und Andreas Pieper am Mittwochabend in Schwerin einen „Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege“.

„Wir sehen es als Anerkennung für alle Handwerksbetriebe, die an der Sanierung beteiligt waren“, betont Andreas Pieper, der seit 1991 in Laage eine Malerfirma führt. Und er vergisst auch die Bauleiterin Gabriele Schuldt aus Güstrow nicht. Andreas Pieper hat 2011/12 mit viel Liebe zum Detail das 1907 vom ortsansässigen Architekten Paul Korff gebaute Haus wieder hergerichtet und dabei viele architektonische Details im Innern erhalten. Genannt seinen eine gewaltige Treppenanlage, Ornamente an den Wänden, Putzstrukturen und zwei Kamine. Somit bleibt die Suche des Architekten nach neuen Ausdrucksformen auf dem Weg in die Moderne erhalten.

Eigentlich wollten Piepers mal ein neues Haus für sich bauen, entschieden sich dann aber für die Korff’sche Villa. Als Lehrling bei der PGH habe er 1984 schon einmal in dem Haus gearbeitet, erinnert sich Andreas Pieper. Den Laagern ist es noch als Schulhaus bekannt.

1991 machte sich Andreas Pieper als Maler selbstständig. Zwölf Mitarbeiter hat der Betrieb. Tätig sei man im Umkreis von rund 100 Kilometern, viel in Güstrow, Rostock und Laage. „Wir sind zufrieden“, sagt der Laager. Die Auftragslage sei konstant gut. Man biete „alles querbeet“ an vom Tapezieren über die Wärmedämmung bis zum Anstrich innen und außen. Langweilig werde das aber bestimmt nicht. Immer wieder würden neue Produkte entwickelt. „Man muss immer auf dem neuesten Stand sein“, betont Andreas Pieper.

Der Handwerkerpreis wurde von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam und dem Zentralverband des Deutschen Handwerks gestiftet. Er wird jährlich in zwei Bundesländern verliehen. Diesmal waren das MV und Hessen.


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