Güstrow : Kompromiss gefunden für Gewerbetreibende

Im Bereich des Knotenpunktes Neukruger Straße/Verbindungschaussee/Waldweg/Glaseqwitzer Chaussee wurde gestern der alte Asphalt abgefräst.
Im Bereich des Knotenpunktes Neukruger Straße/Verbindungschaussee/Waldweg/Glaseqwitzer Chaussee wurde gestern der alte Asphalt abgefräst.

Straßenbau in Güstrow: Extra-Abschnitt für Zufahrten auf Firmengelände eingerichtet.

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09. August 2018, 05:00 Uhr

Noch die ganze nächste Woche müssen sich Kraftfahrer auf erhebliche Einschränkungen im Durchgangsverkehr durch die Kreisstadt einstellen. Als vierte und schließlich letzte Maßnahme eines Gesamtpakets innerhalb der Gemarkung Güstrows ist die Deckenerneuerung im Bereich des Knotenpunktes Bundesstraße B 103 (Neukruger Straße, Verbindungschaussee)/Landesstraße L 14 (Glasewitzer Chaussee)/Gemeindestraße (Waldweg) voll im Gange. Neben der Kreuzung sind auch die Abschnitte der Verbindungschaussee bis zum Bahnübergang und der Neukruger Straße bis zum Tannenhof betroffen (SVZ berichtete). Auch hier soll die Fahrbahn eine neue Asphaltdeckschicht bekommen.

Betroffen sind natürlich auch Anwohner und nicht zuletzt Unternehmen, die im Industriegebiet an den Ziegeleiwiesen angesiedelt sind. „Hier sind Firmen, die jetzt nicht arbeiten können“, beklagt etwa Dirk Blumenthal die neuerlichen Straßensperren wegen der Bauarbeiten. Durch das Straßenbauamt sei er über die Bauarbeiten informiert worden, nicht jedoch über eine durchgängige Vollsperrung. „Nur für die Wochenenden wurden uns Vollsperrungen angekündigt“, sagt der Krakower, der nahe dem Bahnübergang in der Verbindungschaussee ein Ingenieurbüro für Fahrzeugtechnik betreibt. Blumenthal: „Der Terminkalender ist voll. Und die Kunden kommen jetzt auf irgendwelchen Irrwegen zu mir.“ Da sei wohl in der Vorplanung etwas schief gelaufen, vermutet der Unternehmer. Jetzt sei das Kind in den Brunnen gefallen und Schadensbegrenzung angesagt. Man habe schließlich einen Kompromiss gefunden, nach dem Herr Blumenthal und seine Kunden auf das Firmengelande finden. Aber am Wochenende und auch für den Anfang der kommenden Woche sehe es wohl nicht so gut aus, befürchtet er.

Ralf Sendrowski, Leiter des Straßenbauamtes Stralsund, das auch für diese Maßnahme zuständig ist, will die Aussage, dass es nur am Wochenende eine Vollsperrung geben sollte, nicht bestätigen. Er verweist auf die Presseerklärung, demnach sei „beabsichtigt, die Vollsperrungen weitestgehend auf die Wochenenden zu konzentrieren“. Die habe sich zudem auf alle vier großen Baumaßnahmen bezogen, von denen drei inzwischen abgeschlossen sind. Aber: „Wir wollen bis zum 20. August fertig werden. Es wird jeden Tag gekeult und ich hoffe, es wird keine Überraschungen geben.“

Für die Gewerbetreibenden an der Verbindungschaussee zwischen Bahnübergang und Kreuzung habe man nun eine Lösung gefunden: Auf etwa 200 Metern dürften die Anlieger über die abgefräste Straße fahren. „Wir richten dafür jetzt extra einen kleinen Bauabschnitt ein. Das kostet zusätzlich richtig Geld“, sagt der Amtsleiter. Dort werde am Sonnabend die Klebeschicht angespritzt, kommenden Montag soll dann die erste Schicht Asphalt rauf. Und dann komme es auf die Temperaturen an, wie schnell die zweite Schicht rauf kann – und wie lange auch die dann noch auskühlen muss, bevor sie befahren werden kann. „Es kann also sein, dass von Sonnabend bis Mittwoch keiner fahren kann. Ich hoffe, dass alles schon bis Dienstag klappt.“

Unterdessen sind die Bauarbeiter beim Fräsen auch schon auf eine „Überraschung“ gestoßen: Stadteinwärts stießen sie streckenweise nach nur vier Zentimetern Abhub schon auf Schotter. Sendrowski: „Da muss natürlich noch was rein. Geplant war das nicht. Aber sonst wäre das ja auch keine Überraschung.“

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