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Güstrower Anzeiger

16. Dezember 2017 | 04:35 Uhr

Krakow am See : Kommando zurück für die Wokra

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

Krakower Wohnungsunternehmen Regie für strategisches Tourismuskonzept wieder entzogen

von
erstellt am 28.Apr.2017 | 05:00 Uhr

Eine Rolle rückwärts verordnet die Krakower Stadtvertretung ihrem Kommunalbetrieb Wokra: Die Wohnungsgesellschaft soll nun doch nicht die gesamte Tourismusstrategie des Luftkurortes steuern.

Zur Erinnerung: Ende 2015 hatte die Stadtvertretung die Wokra mit der Entwicklung eines Konzeptes sowie der erforderlichen Vorarbeiten für Aufbau und Betrieb einer Kurverwaltung in einer Kurortgemeinschaft mit den Nachbargemeinden Kuchelmiß und Dobbin-Linstow beauftragt. Der Aufsichtsrat der Wokra folgte zunächst, und umfangreiche Vorleistungen wurden inzwischen erbracht.

Doch die gesamte Situation hat sich geändert. Zunächst für die Wokra selbst, die zu kämpfen hatte, ihre ureigensten Probleme in den Griff zu kriegen. Karl-Heinz Kleinpeter, Einzelkämpfer in der Stadtvertretung, bringt das auf den Punkt: „Unsere Wohnungswirtschaft hat Nachholbedarf in Größenordnung. Dafür braucht die Wokra Stärkung und Führungskraft, bevor sie sich mit anderen Spielchen beschäftigt.“ Der Wokra-Aufsichtsrat sieht das inzwischen ebenfalls so. Mit einem Beschluss vom November 2016 hat das Gremium seinen früheren Beschluss revidiert und damit seinem Geschäftsführer praktisch verboten, sich mit dem Thema weiter zu beschäftigen.

Hinzu kommt, dass die Idee der Kurortgemeinschaft jäh geplatzt ist; Kuchelmiß und Dobbin-Linstow versagten sich. Die Doppelgemeinde sieht sich mit dem Unternehmen Van der Valk im Rücken in Sachen Tourismus schon ganz gut aufgestellt. Und den Kuchelmissern erschien es als noch zu vage, welche Vorteile und Konsequenzen ein solches Projekt für die Einwohner und ansässige Betrieb mit sich bringen würde.

Die Stadtvertretung war sich einig, ihren Beschluss rückgängig zu machen. Lediglich Christoph Küsters (Die Linke) plädierte dagegen: „Seit unserem Beschluss hat die Wokra viel angestoßen und sehr gute Arbeit geleistet. Wenn wir das alles jetzt in die Tonne treten, tun wir nichts im Sinne der Stadtentwicklung.“

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