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DAK-Statistik : Koma-Säufer : Alkohol bis zum Abwinken

vom
Aus der Redaktion des Güstrower Anzeiger

2012 kamen 56 Jugendliche mit Alkoholrausch ins Krankenhaus / Wieder DAK-Kampagne „bunt statt blau“

svz.de von
erstellt am 12.Jan.2014 | 15:00 Uhr

Alkohol bis zum Abwinken: Das Rauschtrinken bei Schülern bleibt bundesweit ein Problem. Im Landkreis Rostock ist die Zahl jugendlicher „Koma-Säufer“ gestiegen. 2012 kamen nach Informationen der DAK-Gesundheit, die unserer Zeitung vorliegen, 56 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Laut aktueller Landesstatistik nahm die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2011 um 107,4 Prozent zu. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen mussten allein neun Kinder in einer Klinik behandelt werden. In der Altersgruppe der 15- bis 20-Jährigen waren es 47.

„Alkoholmissbrauch bei Kindern und Jugendlichen ist ein Alarmzeichen. Gerade bei den sehr Jungen Betroffenen sehe ich dringenden Aufklärungsbedarf. Unser Ziel ist langfristig eine positive Entwicklung“, formuliert es Christiane Köster von der DAK-Gesundheit in Güstrow, in der Mitteilung.

Auch landesweit gab es im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Anstieg. Mit 25 Prozent mehr jugendlichen Koma-Säufern 2012 verzeichnet Mecklenburg-Vorpommern bundesweit den höchsten Anstieg. Nach Informationen der DAK-Gesundheit kamen 358 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung in die Kliniken des Landes. Dabei nahm die Zahl der unter 15-Jährigen besonders stark zu.

Um ein Zeichen gegen das Rausch-Trinken zu setzen, startet die DAK-Krankenkasse jetzt zum fünften Mal ihre Präventionskampagne „bunt statt blau – Kunst gegen Koma-Saufen“. Bundesweit werden mehr als 11 000 Schulen zur Teilnahme eingeladen, davon zahlreiche Schulen in der Region Güstrow und Teterow. Unterstützung gibt es bundesweit beispielsweise von der erfolgreichen Band „Luxuslärm“.

Seit 2010 wurden beim mehrfach ausgezeichneten Wettbewerb „bunt statt blau“ bereits 52 000 Schüler mit ihren Plakaten zu Botschaftern gegen das Koma-Saufen. „Wenn Jugendliche im Kampf gegen Alkoholmissbrauch selbst Farbe bekennen, ist das besonders glaubwürdig“, so Christiane Köster weiter. „Wir hoffen, dass viele Schulen das Thema auf den Stundenplan setzen“, sagt sie.

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