FEuerwehr Kritzkow : Kokeln bei der Feuerwehr

Unter Anleitung und Aufsicht von Sarah Brosin übten sich im Umgang mit Steichhölzern und Kerzen Konrad Rusch, Anna Sophie Schütt, Riana Lier, Franziska Majewski, Yannik Majewski, Merle Sypli, Max Axel Franken und Ayleen Marie Franken. (v.l.)
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Unter Anleitung und Aufsicht von Sarah Brosin übten sich im Umgang mit Steichhölzern und Kerzen Konrad Rusch, Anna Sophie Schütt, Riana Lier, Franziska Majewski, Yannik Majewski, Merle Sypli, Max Axel Franken und Ayleen Marie Franken. (v.l.)

Bambini-Feuerwehr in Kritzkow gegründet / Brandschutzerziehung mit Sechs- bis Zehnjährigen

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26. November 2014, 21:00 Uhr

Wie man ein Streichholz hält und es entzündet, ohne sich dabei gleich die Finger zu verbrennen, das übten die Mädchen und Jungen der Bambini-Feuerwehr in Kritzkow. Sie trafen sich jetzt zum zweiten Mal. Sarah Brosin (28) nimmt die Kleinsten unter ihre Fittiche. Die Kritzkower Kameraden, denen es derzeit nicht an aktiven Einsatzkräften mangelt, wollen so ihren Nachwuchs langfristig heranziehen, Interesse für den Brandschutz wecken und eine Möglichkeit des sozialen Miteinanders unter dem Dach der Feuerwehr in Kritzkow anbieten.

Als es im Dorf noch eine Grundschule gab, hatten die Kameraden eine Arbeitsgemeinschaft für jene, die noch zu jung für die Jugendfeuerwehr sind, organisiert. Nach längerer Pause gründete man nun die Bambini-Feuerwehr. „Es geht um Brandschutzerziehung, um Spiel, Spaß und auch Bewegung beim Feuerwehrsport“, erklärt Wehrleiter Mark Gerion. Natürlich könnten die Kleinen noch nicht so viel machen, wie die Mädchen und Jungen in der Jugendwehr, aber man lasse sich etwas einfallen, um die wöchentlichen Treffen interessant zu gestalten, betont Sarah Brosin. „So etwa mit acht Jahren mögen Kinder gern mal kokeln. Was sie sonst heimlich machen würden, dürfen sie hier unter Aufsicht tun“, fügt die Bambini-Chefin hinzu. Sie sollen begreifen, wie Feuer entsteht, wie man es löschen kann und wie man im Notfall Hilfe holen kann.

Cindy Syplin hält die Bambini-Gruppe für eine gute Idee. „Sie machen etwas Sinnvolles in ihrer Freizeit und lernen etwas dabei“, sagt die Mutter und lobt das Engagement der Kritzkower Wehr. So viele Angebote für Kinder gebe es in Kritzkow nicht. Neun Kinder sind derzeit für die Bambini-Feuerwehr angemeldet. Maximal zwölf sollten es nach Ansicht von Sarah Brosin sein. Sie treffen sich freitags um 16.30 Uhr. Das eine oder andere, so die Vorstellung von Sarah Brosin, wolle man künftig auch mit der Jugendfeuerwehr zusammen machen. Die zählt derzeit zehn Mitglieder. „Die Großen nehmen die Kleinen an die Hand“, sagt Mark Gerion. Darauf würden sie sich schon freuen. Wenn es in der Wehr auch keine Not gibt, so denkt der Wehrführer doch auch, dass über den Umweg der Kinder manch Erwachsener zur Feuerwehr finden könnte.


Kritzkower Wehr braucht mehr Platz


Schon seit geraumer Zeit wird deutlich, dass der Platz im Kritzkower Feuerwehrhaus nicht mehr ausreicht. Fürs Umziehen in der Fahrzeughalle sei es eng. „Wir bräuchten einen zusätzlichen Raum dafür“, sagt Mark Gerion. Erst jüngst machten die Kameraden auf einer Sitzung der Ortsteilvertretung Weitendorf auf ihre Situation aufmerksam. Das Problem, so denkt der Wehrführer, sei im Laager Rathaus erkannt. Nun müsse man weitersehen. Natürlich koste so ein Anbau Geld. Erst in diesem Jahr– und darüber sei man sehr froh – habe die Stadt in die Kritzkower Wehr investiert und den Parkplatz erweitert.

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